Punktspiele 1. Mannschaft
Saison: 17/18


Spielbericht vom 34. Spieltag am 30.05.2018

FV Olympia Laupheim - SV Mietingen 2:0

SVM retten nach der Niederlage in Laupheim nur noch zwei Siege

SZ - Durch einen mühsamen 2:0 (0:0)-Erfolg im Derby gegen den SV Mietingen hat sich der FV Olympia Laupheim vorzeitig die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga gesichert. Die Tore für den künftigen Verbandsligisten erzielten vor der Rekordkulisse von 830 Zuschauern in der Schlussphase die beiden Einwechselspieler Hieu Trung Doan und Fabian Ness. Der SV Mietingen kann den Klassenerhalt durch zwei Siege in den beiden ausstehenden Spielen gegen den VfB Friedrichshafen und den FV Ravensburg II und Schützenhilfe der Konkurrenz noch schaffen.
Es war wie nach einem Pokalfinale: Die einen tanzten auf dem Platz, überschütteten sich mit Bier und Sekt, sangen und zogen sich schließlich auch die obligatorischen, extra angefertigten T-Shirts an. Die anderen kauerten auf dem Boden, saßen auf der Bank, starrten in den Himmel oder schüttelten immer wieder den Kopf. „Diese Niederlage haben wir nicht verdient“, sagte ein sichtlich bedienter Mietinger Trainer Reiner Voltenauer. „Wir haben in der zweiten Halbzeit trotz Unterzahl die besseren Chancen und gehen dennoch mit leeren Händen nach Hause“, stellte Voltenauer immer wieder die Frage nach dem Warum.
Eine schnelle Erklärung fand der SVM in Schiedsrichter Steve Henriß aus Geislingen, der kurz nach der Pause den Mietinger Abwehrspieler Patrick Klaus nach einem taktischen Foul an der Mittellinie vom Platz gestellt hatte. Klaus hatte schon nach 20 Minuten Gelb gesehen, als er Laupheims Torjäger Simon Dilger umgesäbelt hatte. Dilger musste nach diesem Foul wegen einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. „Dieser Wechsel hat uns sicher ein wenig aus dem Rhythmus gebracht, dennoch bin ich sehr glücklich, dass die Mannschaft in den Schlussminuten noch den Sack zugemacht hat“, freute sich Hubertus Fundel sehr mit und für sein Team.
Der Laupheimer Trainer war zu diesem Zeitpunkt schon mit mehreren Bierduschen seiner Spieler bedacht worden. Wieder hatte Fundel mit seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen bewiesen. „Ich hatte schon eine Vorahnung, das Hieu heute trifft.“ Der Abwehrspieler der Laupheimer war mit einem mustergültigen Pass von Ivan Vargas Müller bedient worden und schlenzte den Ball an Jens Müller vorbei ins Netz. Das ganze Laupheimer Team rannte auf Doan zu, auch Keeper Julius Lense spurtete über den gesamten Platz, um den 27-Jährigen zu herzen. „Da gab es kein Halten mehr, der Titel war zum Greifen nah“, sagte Lense. Der Torwart hatte durch Glanzparaden in Durchgang zwei vor allem bei zwei Großchancen von Mietingens Stürmer Robin Ertle sein Team auf der Meisterroute belassen. „Wenn ich eine der Chancen mache, kann das Spiel noch kippen“, war natürlich auch Ertle sehr enttäuscht, zumal der SVM nicht nur kämpfte, sondern auch immer wieder den einen oder anderen spielerischen Akzent setzte. Dennoch wolle man jetzt gegen Friedrichshafen und Ravensburg noch einmal alles reinhängen und dann sehen, was dabei rauskommt. Im Übrigen wird Robin Ertle in Mietingen bleiben – auch in der Bezirksliga.

FVO: Lense - Biesinger, Wesolowski, Topolovac, Dress - Hegen (71. Haug), Schrode, Hammerschmied (71. Doan), Ludwig (64. Steinle) - Vargas Müller, Dilger (21. Ness).
SVM: Müller, Mast, Klaus, Burry, Stumm - Glutsch, Gashi (70. Rolser), Rodloff (80. T.Kühner), Glaser, Ertle - Bösch (73. Mayer). Tore: 1:0 Doan (83.), 2:0 Ness (90.+3). SR: Henriß (Geislingen). Z.: 830.


Spielbericht vom 34. Spieltag am 02.06.2018

SV Mietingen - VfB Friedrichshafen 3:1

SVM erspielt sich mit 3:1 Heimsieg Möglichkeiten um den Klassenerhalt

SZ - Der Fußball-Landesligist SV Mietingen hat sich mit einem 3:1-Heimerfolg gegen den Tabellenvierten VfB Friedrichshafen ein Endspiel um den Relegationsplatz erkämpft. Sogar der direkte Klassenerhalt ist noch möglich. Stürmer Robin Ertle verwandelte in den Schlussphase einen Strafstoß und bereitete eine Minute später die 3:1-Vorentscheidung durch Andreas Bösch mustergültig vor. Am letzten Spieltag trifft der SVM auf den FV Ravensburg II, doch selbst bei einem Sieg müssen die Konkurrenten Punkte lassen.
"Ich muss meiner Mannschaft großen Respekt zollen, das war eine starke Leistung. Aber heute hatten wir auch das Quäntchen Glück", sagte SVM-Trainer Reiner Voltenauer nach der Partie. Sein Team war klarer Außenseiter gegen den zuletzt mit vier Siegen in Folge formstarken VfB Friedrichshafen. Durch den Sieg liegt Mietingen nun mit 34 Punkten gleichauf mit der TSG Balingen II, der TSG Ehingen und dem SV Weingarten, der allerdings keine Partie mehr zu absolvieren hat. Während Ehingen noch auswärts beim Zweiten TV Berg antritt, trifft die TSG Balingen II auf den eher formschwachen FV Altheim. "Wir freuen uns auf das Endspiel gegen den FV Ravensburg II, die Mannschaft hat sich diese Chance verdient", sagt Voltenauer mit Blick auf den Saisonabschluss.
Nach einem Mietinger Sieg sah es aber zunächst nicht unbedingt aus. Die Gäste aus Friedrichshafen standen sehr tief und schlugen quasi beim ersten Angriff eiskalt zu: Kapitän Daniel Di Leo legte nach einer Flanke von Sturmpartner Sascha Hohmann erstklassig auf Amin Gebhard ab, dessen Volleyschuss zur 1:0-Gästeführung einschlug (20.). Erst danach marschierte der SV Mietingen zielstrebiger auf das VfB-Tor, wirkte aber oft zu verkrampft in den Aktionen. In der 39. Minute zog Ben Rodloff aus rund 30 Metern ab, sein Distanzschuss prallte vom Aluminium zu Marcel Rolser – 1:1. "Ich freue mich für Marcel, sein erstes Landesligator war sehr wichtig", sagte Voltenauer. Der Mannschaft und den Fans gab der Anschlusstreffer nochmal Aufschwung und Hoffnung. Den sehr offensivstarken VfB hatte die Mietinger Abwehr gut im Griff, obwohl Voltenauer seine Viererkette vor der Partie durch den Ausfall von Felix Stumm umformieren musste.
Nach dem Seitenwechsel hatte Spielmacher Christian Glaser nach einer tollen Hereingabe von Robin Ertle die Führung auf dem Fuß, doch VfB-Keeper Heiko Holzbaur parierte sensationell auf der Linie (58.). Die nächsten 15 Minuten gehörten klar den Häflern, gleich zweimal bediente Di Leo den eingewechselten Sebir Elezi, doch SVM-Torhüter Manuel Amann war erstklassig zur Stelle (68., 71.). In der wohl spielentscheidenden Szene wurde Ben Rodloff im Strafraum zu Fall gebracht, den Elfmeter verwandelte Robin Ertle eiskalt (77.). Danach standen die Gäste kurzzeitig unter Schock, den erneut Ertle mit einem unwiderstehlichen Dribbling und der Hereingabe zum 3:1-Treffer ausnutzte – Kapitän Andreas Bösch hatte in seinem 300. Spiel für den SV Mietingen aus kurzer Distanz leichtes Spiel (78.). Mit einer ähnlichen Leistung ist sicher auch beim Tabellensiebten FV Ravensburg II etwas zu holen.

Tore: Andreas Bösch (1), Marcel Rolser (1), Robin Ertle (1)


Spielbericht vom 34. Spieltag am 09.06.2018

SV Ravensburg II - SV Mietingen 3:2

Latte verhindert Relegation - SVM verliert vor 200 mitgereisten Fans unglücklich in Ravensburg

SZ - Wie wichtig dem SV Mietingen der Klassenerhalt in der Landesliga war, war alleine schon an der Zahl der mitgereisten Zuschauern zu erkennen. Halb Mietingen schien den Weg nach Ravensburg mitgemacht zu haben. Die Fans sorgten mit Tröten, viel Applaus und sogar manchen Gesängen für eine tolle Stimmung. "Das ist natürlih brutal enttäuschend", sagte Mietingens Trainer Reiner Voltenauer nach dem Schlusspfiff. "Aber wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert. Die Tabelle lügt nicht, und das Spiel gegen Ravensburg war ein Spiegelbild der Saison."
Die Gäste, die einen Punkt brauchten, um zumindest die Abstiegsrelegation sicher zu haben, starteten stark. FV-Torwart Florian Harsch musste bereits in der vierten Minute bei einem Kopfball von Marcel Rolser eingreifen, kurz darauf sah Omar Jatta eine ganz frühe Gelbe Karte. In der zehnten Minute war Felix Widmann zu weit weg von seinem Gegenspieler Roland Mayer, Harsch hatte bei dessen Direktabnahme ein paar Probleme. Zehn Minuten später passte Ben Rodloff stark auf Andreas Bösch, doch Mietingens Kapitän scheiterte an Harsch. Einen Freistoß aus sehr gefährlicher Position - allerdings nach einer Schwalbe von Christian Glaser – setzte Dominik Burry knapp neben das Ravensburger Tor. Für Mietingen sah es gut aus. Bis Nico Maucher im Strafraum etwas glücklich am Ball blieb und das 1:0 für den FV II erzielte. Kurz vor der Pause erhöhte Jonas Klawitter in seinem letzten Spiel für Ravensburg nach klasse Zuspiel von Simon Kraft auf 2:0. Mietingen ließ kurz die Köpfe hängen, kam aber durch Rodloff noch zum 1:2 vor der Pause. Die Hoffnung bei den Gästen lebte. Genauso wie bei den Weingartenern. Die spielten zwar gar nicht, mussten aber im Kampf um den Klassenerhalt hoffen, dass sowohl der FV II als auch der TSV Berg gewinnen. Berg führte bereits zur Pause mit 3:0 gegen die TSG Ehingen. Diese Partie schien durch zu sein.
In Ravensburg dagegen deutete sich eine spannende zweite Halbzeit an. Jonas Klawitter hatte aber wohl etwas gegen zu viel Spannung. In der 48. Minute ließ er vier Mietinger stehen und traf sehenswert – und unhaltbar für Manuel Amann – zum 3:1. "Dass ich in meinem letzten Spiel für den FV doppelt treffe und noch auf zehn Tore in der Rückrunde gekommen bin, ist ein toller Abschied für mich", sagte Klawitter. Der Stürmer wechselt nach sieben Jahren in Ravensburg zum SV Kehlen. "Ich hatte eine tolle Zeit hier, aber im November werde ich Vater, ich wohne bei Meckenbeuren kurz vor Kehlens Sportplatz. Es wurde einfach Zeit für etwas Neues." Für Mietingen wurde es nach dem 1:3 ganz schwer. Neue Hoffnung hätte Glaser bringen können, er traf aber nur die Latte. Von Ehingen drohte derweil keine Gefahr mehr, die TSG lag in Berg mit 0:5 zurück. Hoffnung brachte dann in Felix Widmann ein Ravensburger, der einen viel zu kurzen Rückpass auf Harsch spielte. Robin Ertle spritzte dazwischen, bediente Glaser, der zum 2:3 ins leere Tor traf. Noch waren gut 25 Minuten zu spielen. Mietingens Fans drehten wieder auf. Doch so sehr sich die Zuschauer auch Mühe gaben und auch wenn die Mietinger auf dem Rasen gewillt waren. Große Chancen gab es nicht mehr. Und so tickte die Uhr langsam Richtung Abstieg. Dann gab es sie doch noch, die große Chance auf den Ausgleich. Doch Ertle köpfte den Ball nach Rodloffs Flanke in der Nachspielzeit knapp vorbei. Mietingens Abstieg stand fest, die SVM-Fans sorgten dennoch für schöne Szenen und aufmunternden Applaus. "Wir halten zusammen, da gibt es keine Vorwürfe an irgendjemanden", meinte Voltenauer. "Jetzt werden wir eine Woche trauern, dann geht es in den Urlaub und dann greifen wir wieder an." Nur eben halt in der Bezirksliga.

Tore: Ben Rodloff (1), Christian Glaser (1)


Spielbericht vom 33. Spieltag am 26.05.2018

SV Ochsenhausen - SV Mietingen 3:1

Nach der Niederlage in Ochsenhausen kommen nur noch Endspiele

SZ - SV Ochsenhausen hat das Derby in der Fußball-Landesliga gegen den SV Mietingen mit 3:1 für sich entschieden und darf wohl für die nächste Landesligasaison planen. Den Aufsteiger SV Mietingen kann bei realistischer Einschätzung angesichts der sehr schweren Restaufgaben gegen Laupheim, Friedrichshafen und Ravensburg II wohl nur noch ein mittleres Fußballwunder vor dem sofortigen Abstieg retten.
In der Spielanalyse nach dem Derby wichen beide Übungsleiter nur in Kleinigkeiten voneinander ab. SVO-Spielertrainer Oliver Wild sprach von einem nicht unverdienten Erfolg seiner Mannschaft: "Dass wir hier kein Feuerwerk abbrennen, war klar. Es ging ums Punkten, dass ein Sieg daraus wurde, ist natürlich super. Insgesamt hatten wir die bessere Ballkontrolle und ließen uns auch nach dem 1:1 nicht aus der Ruhe bringen. Ein großes Kompliment an die Mannschaft." SVM-Coach Reiner Voltenauer erkannte den SVO-Sieg neidlos an und bei der Niederlage seiner Elf einen roten Faden der ganzen Saison. "Ich hatte auch heute das Gefühl, dass wir nah dran sind, in entscheidenden Situationen fehlt uns aber auch ein bisschen die Erfahrung. Ochsenhausen hatte in Halbzeit eins Vorteile und war im Abschluss einfach cleverer. Jetzt gilt es, die Mannschaft aufzurichten für die Aufgabe in Laupheim."
Die erwartungsfrohe und sehr ansehnliche Zuschauerkulisse sah einen eher verhaltenen Derbybeginn, die Gastgeber hatten aber deutlich mehr Ballbesitz und beschäftigten den Gast zunächst nur mit Abwehraufgaben. Die erste echte Tormöglichkeit der Partie hatten dann auch die Schwarz-Gelben, als Oliver Wild (25.) eine Flanke von Andreas Ludwig mit einem spektaktulären Seitfallzieher neben den Gästekasten setzte. Mietingen kam erst nach einer halben Stunde besser in die Partie, Christian Glaser setzte einen 18-Meter-Schuss ans Außennetz. Nach dem bis dahin besten Gästeangriff jagte Robin Ertle den Ball über das Tor (36.). Im Gegenzug schlugen dann aber die Gastgeber zu. Michael Wild eroberte sich an der Torauslinie das Leder und hämmerte dieses aus spitzem Winkel unter die Querlatte zum 1:0. Der eine oder andere Zuschauer hatte die Kugel zuvor im Aus gesehen, Proteste von Mietinger Seite blieben aber aus.
Beide Teams hatten in der Anfangsphase der zweiten Hälfte einige leichte Ballverluste, jubeln durfte man zunächst im Mietinger Lager: Nach einem Freistoß von Felix Stumm stieg Christian Glaser am höchsten und köpfte unerreichbar für SVO-Keeper Tobias Kirchenmaier zum 1:1 ein (57.). Der Torschütze setzte drei Minuten später einen 20-Meter-Flachschuss knapp neben das Tor. SVM-Coach Voltenauer brachte mit Andreas Bösch einen weiteren Offensivakteur, unter lautstarker Anfeuerung der Fans hatte der SVM nun seine beste Phase.
Die Gastgeber behielten aber einen kühlen Kopf, ließen im eigenen Strafraum so gut wie nichts zu und hatten dann auch die nötige Abgebrühtheit und Cleverness. Nach einem unwiderstehlichen Antritt und Flankenlauf von SVO-Kapitän Ludwig auf dem rechten Flügel netzte David Hartmann (80.) dessen Rückpass aus zehn Metern trocken zum 2:1 ein. Aufregung herrschte im Mietinger Lager zwei Minuten später, als Bösch nach einem Kopfballduell mit Serban Rosu im SVO-Strafraum zu Fall kam. Reiner Voltenauer sagte nach dem Spiel: "Der Andi hat mir bestätigt, dass er umgerissen wurde, vielleicht hätte ein Elfer und das 2:2 uns noch mal geholfen." Nicht helfen konnte der SVM-Coach bei einem Flachschuss von Robin Ertle, der knapp sein Ziel verfehlte und einem haarsträubenden Abwehrfehler seiner Mannschaft, den Konrad Licht (90+2.) mit energischem Nachsetzen zum 3:1 nutzte.
SVO-Torschütze Michael Wild nach der Begegnung: "Es war in der zweiten Hälfte eine hitzige Partie, wir haben insgesamt etwas mehr für das Spiel getan, darum ist der Sieg verdient." Und SVM-Angreifer Robin Ertle sagte: "Die Niederlage ist ein Nackenschlag, wir hatten uns viel vorgenommen. Ochsenhausen war einfach effektiver. Wir bleiben aber zusammen und eine Einheit."

Tore: Christian Glaser (1)


Spielbericht vom 32. Spieltag am 16.05.2018

SV Mietingen - SV Ravensburg II 4:4

SVM zeigt Moral, holt aber nur einen Punkt

SZ / - Der SV Mietingen hat sich in der Fußball-Landesliga am Mittwochabend zu Hause im Nachholspiel 4:4 (2:2) vom FV Ravensburg II getrennt. Das Unentschieden hilft dem SVM im Kampf um den Klassenerhalt nicht wirklich weiter. Dieser ist aber immer noch möglich.
Bei den Gastgebern fehlte krankheitsbedingt Innenverteidiger Dominik Burry, Christian Glaser lief nach Verletzungspause von Beginn an auf. Ebenso in der Startelf des SVM stand Robin Ertle, dessen Rotsperre abgelaufen war. Die spielstarken Gäste eröffneten die Partie mit einem Flachschuss von Tim Robert Rainbow, den der wiedergenesene SVM-Keeper Manuel Amann mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte (4.). Auch in den Folgeminuten präsentierten sich die Ravensburger kombinationssicherer und gedankenschneller. Bei einem stark vorgetragenen Konter der Turmstädter rettete zunächst noch der Pfosten für den SVM, den Nachschuss von Samuel Boneberger musste Mietingens Keeper Manuel Amann unglücklich passieren lassen (18.). Und es kam noch dicker für die Gastgeber: Der pfeilschnelle Felix Bonelli entwischte der etwas weit aufgerückten Mietinger Abwehr und lochte abgebrüht zum 0:2 ein (20.).
Mit dem einsetzenden Regen kamen auch die Gastgeber besser in die Begegnung. Roland Mayer scheiterte aus aussichtsreicher Position zunächst an Gästekeeper Florian Harsch, beim Nachschussversuch wurde Christian Glaser von den Beinen geholt. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Robin Ertle sicher zum 1:2 (22.). Eine gute Kopfballablage von Glaser schaufelte Mathias Tietze aus vier Metern übers Tor (30.). Sechs Minuten später durfte man im Mietinger Lager dann zum zweiten Mal jubeln. Ben Rodloff nahm einen Querpass an der rechten Strafraumgrenze auf und jagte die Kugel mit einem satten Schuss unhaltbar in die Maschen (36.). Die Gäste blieben bis zur Pause bei Kontern gefährlich, die Mietinger Abwehr war aber nun besser sortiert als in der Anfangsphase und ließ nichts mehr zu.
Wie in Halbzeit eins hatten die Ravensburger auch in Durchgang zwei den besseren Start. Die Mietinger Abwehr schien in Gedanken noch in der Kabine, Felix Schäch konnte die Vorarbeit von Rainbow zum 2:3 bequem einschieben (48.). Die Gastgeber brauchten rund zehn Minuten, um diesen neuerlichen Schock zu verdauen und kamen dann auch wieder besser in die Zweikämpfe. Robin Ertle (57.) wurde im letzten Moment beim Torschuss abgeblockt, beim folgenden Eckball von Tietze war der SVM-Stürmer dann aber zur Stelle und köpfte aus fünf Metern zum 3:3 ein. Der nächste Tiefschlag für den SVM folgte wenig später. Nach einem Zögern im Mittelfeld wurde der beste Gästeakteur Felix Bonelli auf die Reise geschickt und lochte wiederum traumhaft sicher zum 3:4 ein (62.).
Schiedsrichterin Silke Adelsberger verteilte in der Folgezeit in der mit Haken und Ösen geführten Partie reichlich Gelbe Karten. SVM-Coach Reiner Voltenauer brachte in der Schlussphase mit Andreas Bösch und Timo Kühner frische Offensivkräfte und wurde schließlich auch dafür belohnt. Im Anschluss an einen Einwurf schaltete Timo Kühner im Fünfmeterraum am schnellsten und schoss aus halbrechter Position das 4:4 (87.). Dies war gleichzeitig der Endstand.
SVM-Offensivakteur Ben Rodloff sagte nach dem Spiel: "Wir haben es wieder nicht schlecht gemacht, wir leisten uns aber fast in jedem Spiel hinten entscheidende Fehler und vorn brauchen wir einfach zu viele Chancen. Vier Tore müssen eigentlich reichen für einen Sieg." Mietingens Trainer Voltenauer resümierte: "Für den neutralen Zuschauer war das heutige Spiel sicher ein Spektakel. Für mich als Trainer war es ein Wechselbad der Gefühle. Unsere Moral ist nach wie vor aber absolut intakt." Wie Rodloff bemängelte Voltenauer auch die Chancenauswertung: "Da fehlt uns die allerletzte Konsequenz."

Tore: Robin Ertle (2), Ben Rodloff (1), Timo Kühner (1)


Spielbericht vom 31. Spieltag am 13.05.2018

SV Mietingen - TSG Balingen II 0:2

SVM geht gegen Balingen II leer aus

SZ (tr) - Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga sein Heimspiel gegen die TSG Balingen II – einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt – mit 0:2 verloren. SVM-Trainer Reiner Voltenauer sprach in der Analyse von einer „schmerzlichen und unnötigen Niederlage“. Der Sieg der Gäste sei aber nicht unverdient gewesen.
Balingen ließ von Beginn an Ball und Gegner laufen, ohne sich dabei aber zunächst großartig Chancen zu erarbeiten. Die bis dato beste hatte der auffällige Tobias Schatz, Mietingens Schlussmann Jens Müller vereitelte aber den Abschluss des TSG-Spielers (24.). Kurz darauf hatte Mietingen seinerseits die große Chance, in Führung zu gehen. Nachdem TSG-Keeper Michael Grom an der Eckfahne vertändelt hatte, flankte Mathias Tietze in die Mitte zu Marco Kühner, dessen Kopfball auf das verwaiste Tor aber nicht platziert genug war.
Die Gäste näherten sich dem SVM-Tor wieder mit einem Abschluss von Jona Krauß, den Jens Müller parierte, und einem Schatz-Kopfball nach einer Standardsituation, der vorbeiging, an. Auf der anderen Seite scheiterte Tobias Steinle mit seinem Schuss frei stehend an Michael Grom (40.). Andreas Bösch hatte zuvor die Hereingabe von Ben Rodloff gut durchgelassen. Bei einem weiteren Zuspiel von Rodloff auf Marcel Rolser eröffnete sich diesem eine gute Gelegenheit, der letzte Zug zum Tor fehlte jedoch in dieser Situation und so fiel auch hier nicht der Treffer für Mietingen, obwohl eine Führung gegen die spielerisch besseren Gäste, die zudem mehr Ballbesitz hatten, durchaus möglich gewesen wäre.
Auch nach Wiederanpfiff war Balingen II spielbestimmend, zunächst gab es aber keine nennenswerten Aktionen. Ein Konter über die rechte Seite brachte dann das 1:0 für die Gäste. Tobias Schatz tauchte allein vor Mietingens Keeper Müller auf, umkurvte diesen und schob zur Führung ein. In der 70. Minute hätte Schatz seine gute Leistung krönen können, doch dieses Mal war Müller zur Stelle. In der Schlussphase wurde bei Mietingen noch Christian Glaser eingewechselt, aber außer einer guten Chance durch den ebenfalls eingewechselten Timo Kühner, dessen Schuss am Tor vorbeiging, sprang für die Gastgeber nicht viel heraus. Stattdessen machte Balingen nach einem Konter in der 87. Minute alles klar. Lucas Schreijäg schloss überlegt zum 0:2-Endstand ab.
Bei Mietingen blieb (einmal mehr) die Erkenntnis, dass man auch in diesem Spiel hätte punkten können, zumal gegen einen direkten Konkurrenten.


Spielbericht vom 30. Spieltag am 08.05.2018

SV Mietingen - TSV Eschach 2:2

SVM arbeitet sich mit Unentschieden aus der Abstiegszone

Mietingen / sz Gerhard Kirchenmaier - Der SV Mietingen hat sich in der Fußball-Landesliga im Nachholspiel am Dienstagabend zu Hause 2:2 (1:0) von Mitaufsteiger TSV Eschach getrennt. Die Gastgeber brachten dabei eine zweimalige Führung nicht ins Ziel.
Mietingen erwischte im Aufsteigerduell einen Bilderbuchstart. Nach einer scharf und präzise getretenen Ecke von Roland Mayer war Ben Rodloff mit dem Schienbein zum 1:0 erfolgreich (2.). Die nächste gute Möglichkeit ging wieder auf das Konto der Mietinger, Kapitän Andreas Bösch setzte seinen Schuss von der Strafraumgrenze jedoch zu hoch an (9.). Die Ravensburger Vorstädter hatten ihre erste Offensivszene bei einem Freistoß von Tobias Weiß, der SVM-Keeper Manuel Amann aber vor keine Probleme stellte. Eben in dieser Szene verletzte sich Amann ohne gegnerische Einwirkung und musste kurz vor der Halbzeitpause schließlich verletzt vom Platz.
Die technisch beschlagenen Gäste wurden ab Mitte der ersten Halbzeit stärker, zwei gute Rückpässe des schnellen Florian Locher fanden jedoch keinen Abnehmer. Die Heimelf antwortete mit einem Lattentreffer von Ben Rodloff aus 18 Metern (30.), den Nachschuss schaufelte Timo Kühner über den Gästekasten.
Mietingens starker Innenverteidiger Dominik Burry schaltete sich immer wieder in die Angriffe seines Teams mit ein. Aus zwei daraus resultierenden Freistößen konnte der SVM aber kein Kapital schlagen. Die beste Möglichkeit der Gäste hatte Tobias Weiß, der nach einer verunglückten Abwehraktion der Mietinger aber über den Kasten drosch. Im Gegenzug setzte Ben Rodloff aus aussichtsreicher Position eine Mayer-Flanke per Kopf knapp neben den Kasten (44.).
Die Eschacher hatten ähnlich wie die Gastgeber in der ersten Halbzeit zu Beginn der zweiten Hälfte einen Blitzstart. Patrick Kapellen jagte eine Kopfballablage aus acht Metern unhaltbar für SVM-Keeper Jens Müller zum 1:1 in die Maschen (47.). In der Folgezeit zeigten die Eschacher die etwas bessere Körpersprache, die Gastgeber schlugen aber zurück. Nach starker Flanke von Ben Rodloff vom rechten Flügel köpfte Roland Mayer in Torjägermanier zum 2:1 ein (58.). Die Freude über die zweite Führung an diesem Tag währte aber nur zehn Minuten. Die Gastgeber konnten auf der linken Seite ein starkes Solo von Kapellen nicht unterbinden, die scharfe Hereingabe konnte Tobias Weiß unbedrängt zum 2:2 einnetzen (69.). Fünf Minuten setzte sich Mietingens Ben Rodloff am rechten Flügel gut durch, die Direktabnahme von Roland Mayer landete aber in den Händen von TSV-Keeper Patrick Rebstock.
In der offenen Schlussphase suchten beide Mannschaften die Entscheidung, zwingende Torchancen ließen die konsequent agierenden Abwehrreihen jedoch nicht mehr zu. So blieb es letztlich beim 2:2, das beiden im Abstiegskampf nicht entscheidend weiterhilft.
Mietingens Co-Trainer Christian Glaser, der aufgrund einer Sprunggelenksverletzung nicht mitspielen konnte, sagte nach dem Schlusspfiff: "Wir hatten uns für diese Partie wesentlich mehr vorgenommen. Das frühe 1:0 hat uns eher blockiert als beflügelt. Für uns ist aber weiter noch alles drin." SVM-Kaptiän Andreas Bösch sah es ähnlich. "Bei uns hat nach dem 1:0 überraschenderweise etwas die Leidenschaft gefehlt, die man für dieses wichtige Spiel gebraucht hätte. Die Eschacher haben nach dem Wechsel mit ihren Einwechslungen nochmals Qualität auf den Platz gebracht. Ich hätte eigentlich nach 15 Minuten das 2:0 machen müssen, geriet aber bei meinem Schuss in Rücklage", sagte Bösch.

Tore: Ben Rodloff (1), Roland Mayer (1)


Spielbericht vom 29. Spieltag am 05.05.2018

SV Kehlen - SV Mietingen 0:2

Rodloff und Burry schießen SVM zum Sieg

SZ / Giuseppe Torremante / Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga beim SV Kehlen mit 2:0 gewonnen und so drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Diese Zähler hätte der Gastgeber ebenfalls dringend gebraucht, doch die Mannschaft spielte 90 Minuten lang zu verkrampft. Die Gäste wirkten vor allem in Hälfte zwei etwas gelöster.
"Wir kamen zunächst gar nicht in die Partie. Nach 15 Minuten wurde es besser und in Hälfte zwei haben wir uns gesteigert und am Ende nicht unverdient gewonnen", meinte Mietingens Trainer Reiner Voltenauer. Durch den Sieg gibt Mietingen die rote Laterne wieder ab und springt von Platz 17 auf 13. Von Platz elf, dem ersten Nichtabstiegsplatz, trennt den SVM nun nur noch ein Punkt.
Samstagnachmittag, 17.20 Uhr, Sportplatz in Kehlen: Es läuft die 94. Minute. Die Gäste aus Mietingen führen durch ein Freistoßtor von Dominik Burry mit 1:0. Kehlens Abwehrchef Giovanni Paris wird im Mittelfeld nicht angegriffen. Paris fasst sich auch 25 Metern ein Herz. Der Ball wird immer länger, doch das Runde findet nicht den Weg ins Eckige. Der Ball knallt gegen den Pfosten und springt ins Feld zurück. Die Abwehr der Gäste befreit sich aus der Umklammerung, der Ball landet hinter der Mittellinie bei Nikolai Hack. Dieser vertändelt ihn gegen Ben Rodloff und der Spieler aus Mietingen läuft alleine auf Serkan Ünal zu. Rodloff sieht, dass der Kehlener Torhüter weit vor seinem Tor steht und lupft ihn aus knapp 30 Metern zum 2:0 ins Tor – Game over.
Dabei hatte sich der SV Kehlen für dieses Spiel gegen den Tabellenletzten viel vorgenommen. "Im Training ziehen alle sehr gut mit, wir haben viel Spaß", sagte Kehlens Co-Trainer Martin Krafcsik. Der Wettkampf ist schon etwas anderes. Von Beginn an sahen die 200 Zuschauer wie sich der Abstiegskampf auf zwei Mannschaften auswirken kann. Beide Teams spielten ängstlich nach dem Motto: Ja keinen Fehler zu machen. Torchancen waren in Hälfte eins Mangelware, auch wenn der SV Kehlen etwas mehr Gefahr ausstrahlte.
Nach Wiederbeginn spielten die Gäste aggressiver, zwangen Kehlen zu Fehlern. Kehlens Spielfluss, so weit er da war, war futsch, auch weil Mittelfeldmotor David Bernhard geschickt gestört wurde. Trotzdem gingen die Gäste erst durch eine Standardsituation in Führung. Dominik Burry ließ mit seinem Freistoß Kehlens Serkan Ünal keine Chance.
Danach schien Kehlen den Schalter umzulegen, denn Niklai Hack hatte zwei erstklassige Möglichkeiten um auszugleichen. Sein Schuss aus zehn Meter ging übers Tor (70.) und beim zweiten Versuch schoss er Mietingens Torhüter Manuel Amann an (73.). Danach war Schluss mit Kehlens Herrlichkeit, viele Abspielfehler prägten das Spiel, die Gäste warteten auf den entscheidenden Fehler. Der kam nach 94 Minuten.

Tore: Ben Rodloff (1), Dominik Burry (1)


Spielbericht vom 28. Spieltag am 28.04.2018

SV Mietingen - FV Rot-Weiß Weiler 1:1

SVM ist trotz überraschendem Punktgewinn enttäuscht

SZ / gw - Der SV Mietingen hat im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga mit dem 1:1 (1:0) gegen Titelaspirant FV Rot-Weiß Weiler einen nicht einkalkulierten Punkt eingefahren. Dennoch hielt sich die Freude nach dem Schlusspfiff in Grenzen. Denn lange Zeit hatten die Mietinger in Überzahl agiert und erst in der 80. Minute durch ein unglückliches Tor den Ausgleich kassiert.
Die Mietinger starteten äußerst engagiert, setzten den ballführenden Gegenspieler zu zweit, teilweise zu dritt unter Druck. Und auch in Ballbesitz machte der Gastgeber eine gute Figur und suchte den Weg nach vorne. Vor allem über die rechte Seite und den überragenden Ben Rodloff gelang dies glänzend. Zwischen der zehnten und der 32. Minute setzte sich Rodloff gleich vier Mal auf dem rechten Flügel durch und stieß mit dem Ball in den Strafraum vor. Doch sowohl bei seinen drei Zuspielen als auch bei seinem eigenen Abschluss fehlte etwas die Präzision, etwa beim Kopfball von Christian Glaser (13.) nach zu scharfer Flanke und Marco Kühners (32.) Direktabnahme.
Nach einer kurzen Schrecksekunde, als Schiedsrichter Jonathan Bauer einen Gästetreffer zunächst anerkannte, obwohl sein Assistent längst die Fahne gehoben hatte, klappte es doch mit der verdienten Führung. Nach einem Foul von Weilers Niklas Hartmann an Roland Mayer entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Dieses Mal durfte Rodloff für den gesperrten Robin Ertle antreten und verwandelte sicher. Nur zwei Minuten nach Rodloffs sechstem Saisontreffer langte Weilers Niklas Hartmann erneut zu und sah die Gelb-Rote Karte. Doch in Überzahl gaben die Mietinger die Partie aus der Hand, kassierten bis zur Pause noch drei Gelbe Karten und kurz vor dem Pausenpfiff durch Dominic Snelinski fast den Ausgleich. Das änderte jedoch nichts an der verdienten Führung des SVM. Trainer Reiner Voltenauer schwärmte nach der Partie: "Hut ab vor der Mannschaft, nach den vielen Nackenschlägen der vergangenen Wochen so eine erste Halbzeit zu spielen, das war schon richtig stark. Man hat nicht gesehen, wer vorne und wer hinten steht. Wir haben es offen gehalten, haben defensiv eine gute Ordnung und immer wieder über Konter gute Angriffe gehabt."

Doch in der zweiten Halbzeit fielen die personellen Probleme der Mietinger immer mehr ins Gewicht. So sah sich Voltenauer gezwungen, mit Rodloff den bis dato stärksten Offensivspieler auf die rechte Defensivseite zu beordern. Für Außenverteidiger Tobias Füller kam der A-Jugendliche Timo Kühner in die Partie. "In der zweiten Halbzeit hat Weiler trotz Unterzahl seine Qualität auf den Platz gebracht und den Ball gut laufen lassen. Dann war es schon schwer", so Voltenauer. Dennoch boten sich einige Kontergelegenheiten wie in der 72. Minute, als Kapitän Dominik Burry sich über rechts ein starker Flankenlauf gelang und A-Junior Kühner nur knapp sein erstes Landesligator verpasste.
Derweil konnte Weiler aus seiner optischen Überlegenheit zunächst keinen Profit schlagen und probierte es schließlich mit langen Bällen. Einer dieser langen Bälle landete in der 80. Minute auf dem Fuß von Rodloff, dessen Querschläger zur unfreiwilligen Vorlage geriet: Weilers Raimond Hehle traf ungehindert zum Ausgleich.
"Das 1:1 war symptomatisch für unsere Situation. Das tut mir leid für die Mannschaft, dass sie für den Riesenaufwand nur mit einem Punkt belohnt wird. Unter dem Strich müssen wir anerkennen, dass Weiler in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich gedrückt hat. Jetzt gilt es das Positive mitzunehmen, dass wir gegen eine Topmannschaft einen Punkt mitgenommen haben, auch wenn zunächst noch ein wenig Enttäuschung da ist."

Tore: Ben Rodloff (1)


Spielbericht vom 27. Spieltag am 21.04.2018

TSV Straßberg - SV Mietingen 4:3

SVM hatte beim Fußballkrimi kein Happy-End

SZ / tr - Sieben Tore, ein Platzverweis und ein verschossener Elfmeter in der Nachspielzeit: Der neutrale Zuschauer ist in der Fußball-Landesliga zwischen dem TSV Strassberg und dem SV Mietingen voll auf seine Kosten gekommen. Das Problem aus Mietinger Sicht: Der SVM hat das Auswärtsspiel trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung mit 3:4 verloren. Dabei hatte das Team von Trainer Reiner Voltenauer vor allem in Durchgang eins eine starke Leistung gezeigt. Doch die Gastgeber drehten die Partie mit drei Treffern in Hälfte zwei.
SVM-Coach Reiner Voltenauer sprach nach der Partie von einem "hochspektakulären Spiel mit Höhen und Tiefen". In Durchgang eins habe seine Mannschaft eine der besten Halbzeiten der Rückrunde gespielt. Christian Glaser hatte Mietingen in Führung gebracht (13.). Doch die Freude währte bei den Gästen nur kurz. Praktisch im Gegenzug kam Strassberg durch Raffael Keinath zum Ausgleich (14.). Mietingen ließ sich durch das 1:1 jedoch nicht beirren und spielte weiterhin guten Fußball, insbesondere der Treffer zur 2:1-Führung durch Andreas Bösch war über mehrere Stationen fein herausgespielt, wie Voltenauer schildert. Als Robin Ertle kurz darauf das 3:1 für den SV Mietingen markierte, schienen die Gäste dicht vor einem immens wichtigen Dreier in der Landesliga zu stehen – aber zu diesem Zeitpunkt waren eben auch erst 30 Minuten gespielt. Mietingen hatte durchaus Möglichkeiten, die Führung noch weiter auszubauen, es ging jedoch mit dem 3:1 in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit begann für den SVM denkbar ungünstig. Nach einem Eckball verkürzte Marc-Philipp Kleiner auf 2:3 (47.). Acht Minuten später gelang den Hausherren der Ausgleich, Kaan Altinsoy verwandelte einen Freistoß. Und wer dachte, der Mietinger Start in die zweite Halbzeit hätte nicht schlechter laufen können, hatte sich geirrt. Schiedsrichter Fabian Baiz zeigte SVM-Torschütze Robin Ertle die Roten Karte (61.). Einen Zusammenprall mit dem Gegenspieler hatte Baiz wohl als Tätlichkeit gewertet. "Aus unserer Sicht eine viel zu harte Entscheidung", so Voltenauer.
Den Mietingern stand somit eine halbstündige Unterzahl bevor, aus der der TSV Strassberg in der 77. Minute Kapital schlagen konnte. Nach einer erneuten Standardsituation war Lucas Beyer zur Stelle und machte das 4:3. Doch diese verrückte Partie hatte noch ein denkwürdiges Ende parat. In der Nachspielzeit wurde Ben Rodloff im Strafraum gefoult, Mietingen bekam in der siebten Minute der Nachspielzeit die Chance, wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Stefan Glutsch übernahm die Verantwortung, scheiterte aber am starken TSV-Keeper Christopher Kleiner. "Das Spiel und das Ergebnis sind natürlicher ein brutaler Nackenschlag", ordnete Reiner Voltenauer das fast 100-minütge Geschehen ein. "Das müssen wir erst einmal wegstecken."

Tore: Andreas Bösch (1), Christian Glaser (1), Robin Ertle (1)


Spielbericht vom 26. Spieltag am 15.04.2018

SV Mietingen - FC Ostrach 0:3

Herber Rückschlag für den SVM

SZ - Felix Gaber - Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Reiner Voltenauer verlor zu Hause mit 0:3 (0:1) gegen den Mitkonkurrenten FC Ostrach.
„Die Niederlage tut doppelt weh, gerade weil wir gegen einen direkten Konkurrenten verloren haben. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute nicht richtig ins Spiel gefunden. Das war unsere schlechteste Leistung in der Rückrunde“, bilanziert Voltenauer nach dem Schlusspfiff und fügte hinzu: „Ostrach hat eine solide Leistung gereicht, um uns zu schlagen. Es war ein hoch verdienter Auswärtserfolg.“
Früher Rückstand

Von Beginn sahen die Zuschauer ein zerfahrenes Spiel in Mietingen. Nach einem Eckball erzielte Christian Luib per Kopf das 0:1 (13.). Es war Ostrachs erste Torchance. Danach kam kaum Spielfluss zustande. Ostrach agierte etwas zielgerichteter, während Mietingen die beiden Spitzen Robin Ertle und Andreas Bösch nicht in Szene zu setzen wusste. „Wir haben im Mittelfeld keinen Zugriff gefunden“, so Voltenauer.
Die zweite Halbzeit verlief so wie die erste, es blieb ein zerfahrenes Spiel. Dem SVM fehlte es weiter an Aggressivität in den Zweikämpfen, hinzu kamen viele Fehlpässe im Spielaufbau. Ostrachs Markus Gipson verpasste es, die Führung auszubauen, er verschoss einen Foulelfmeter (57.). Mietingens größte Chance folgte in der 68. Minute. Christian Glaser setzte sich über links durch und passte den Ball scharf nach innen. Dort konnte aber ein Ostracher im letzten Moment vor dem einschussbereiten Marcel Rolser klären. „Wenn das 1:1 gefallen wäre, dann wäre noch ein Punkt möglich gewesen“, beurteilte Voltenauer die Szene später. Stattdessen macht allerdings Ostrach den Sack per Doppelschlag zu. Zunächst markierte Simon Fischer das 0:2 (76.) und nur zwei Minuten später legte Eugen Michel das 0:3 nach. Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff.
„Jetzt müssen wir wieder aufstehen, gut trainieren, um dann wieder in Straßberg im nächsten Spiel bestehen zu können“, blickte Voltenauer voraus. „Das wird auch wieder ein schweres Spiel.“


Spielbericht vom 25. Spieltag am 07.04.2018

TSG Ehingen - SV Mietingen 2:2

Christian und Robin sichern zumindest einen Punkt im Abstiegskampf gegen Ehingen

Ehingen / tg - In der Fußball-Landesliga ist die TSG Ehingen am Samstagnachmittag gegen Mietingen über ein 2:2 (1:2) auf dem Ehinger Kunstrasen nicht hinausgekommen. Die letzten zehn Minuten der Partie musste die TSG Ehingen in Unterzahl bestreiten.
Bereits nach drei Minuten schockte Mietingens Christian Glaser die Ehinger. Nach einem groben Abwehrschnitzer setzte sich Glaser auf der rechten Ehinger Seite durch und hämmerte das Leder zum 0:1 aus Ehinger Sicht in die Maschen, TSG-Schlussmann Patrick Vonnier war chancenlos. In der zwölften Minute musste Vonnier, wieder nach einem Ehinger Abwehr-Bock, einen Schuss per Fußabwehr klären. Während die Gäste aus Mietingen in der Anfangsviertelstunde galliger und bissiger waren, kamen die Ehinger nicht ins Spiel.
Quasi wie aus dem Nichts zauberte Ehingens Thomas Schubert in der 18 Minute einen Pass in die Schnittstelle der Mietinger Abwehr, den TSG-Sturmtank Valentin Gombold nicht nur gut annahm, sondern auch zum 1:1 verwertete, in dem er den Torwart ausspielte. Die TSG wurde nach dem Ausgleichstreffer besser, hatte zunehmend mehr vom Spiel und kam beispielsweise nach 35 Minuten zu einer Top-Chance, als Ehingens Daniel Topolovac aus rund 17 Metern abzog und Mietingens Schlussmann Manuel Amann das Leder gerade noch über die Latte lenken konnte. In der 44. Minute kam dann der nächste Rückschlag für die TSG. Wieder ein unnötig verlorener Zweikampf der TSG führte zum 1:2 für die Gäste. Robin Ertle schoss das Tor nach einem Konter und sorgte zugleich für den Halbzeitstand.
Nach dem Wechsel war Ehingen besser und kam durch Julian Guther mit einem Knallerschuss aus der Drehung zum 2:2 (55.). Ehingen drehte auf, bekam mehr Ballbesitz und auch mehr Chancen als die Gäste. Zehn Minuten vor Spielende handelte sich Ehingens Patrick Mrochen wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte ein. "Der Punkt ist zu wenig", konstatierte TSG-Trainer Roland Schlecker nach dem Spiel.
Damit sicherte sich der SVM zumindest einen Punkt im Abstiegskapf und konnte sich einen Platz vor dem Relegationsrang positionieren.

Tore: Christian Glaser (1), Robin Ertle (1)


Spielbericht vom 24. Spieltag am 31.03.2018

SV Mietingen - SV Weingarten 4:1

Wichtiger Dreier gegen Gegner aus der Abstiegszone

SZ-Marius Funk / Der Fußball-Landesligist SV Mietingen hat mit einem 4:1 (2:0)-Heimsieg gegen den SV Weingarten wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Die Mannschaft von Trainer Reiner Voltenauer lieferte eine überzeugende Leistung ab und erzielte gleich zwei Treffer per Foulelfmeter. Co-Trainer und Spielmacher Christian Glaser war mit einem Assist und einem herrlich getretenen Freistoß zur 3:1-Vorentscheidung der Spieler des Spiels.
„Wir haben uns von Woche zu Woche gesteigert und waren heute im Torabschluss sehr effizient“, sagte Christian Glaser nach dem 4:1-Erfolg seiner Mannschaft. Zudem habe er eine sehr gute Teamleistung gesehen, die zurecht mit einem Dreier belohnt wurde.
Den Grundstein zum Sieg legte Mietingen bereits früh: Christian Glaser wurde im Strafraum zu Fall gebracht (6.), den daraus resultierenden Foulelfmeter verwandelte Angreifer Robin Ertle sicher zur 1:0-Führung. Die Partie war von vielen Fouls geprägt, hatte wenig zwingende Tormöglichkeiten geboten und zunächst dominierten sogar die Gäste. Der aktive Roland Mayer setzte in der 27. Minute mit einem ordentlichen Schuss aus 16 Metern dann ein Lebenszeichen. Bislang war der SV Mietingen mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen eher mühsam aus der Winterpause gekommen, nach der frühen Führung war dem SVM sichtbar anzumerken, dass man den ersten Dreier holen wollte. Zwar kamen beide Mannschaften in der Folge zu keiner zwingenden Chance, der zweite Treffer der Mietinger war aufgrund der spielerischen Überlegenheit aber keineswegs unverdient. Robin Ertle erhöhte aus kurzer Distanz mit seinem neunten Saisontor auf 2:0 (35.). Mit diesem Resultat ging es für beide Teams in die Halbzeitpause.

Der SV Mietingen ruhte sich in Hälfte zwei nicht auf dem 2:0-Vorsprung aus, sondern spielte weiter munter nach vorn: Ein Freistoß von Verteidiger Felix Stumm aus dem Halbfeld senkte sich noch gefährlich, verfehlte aber letztlich das Weingarter Tor (48.). Die Gäste bemühten sich um einen kontrollierten Spielaufbau, verloren aber immer wieder wichtige Bälle, so dass sich Glaser und Ertle einige Male per schnellem Umschaltspiel vor das SVW-Tor kombinierten und nur in letzter Sekunde gestoppt werden konnten.
In der 51. Minute hätte Stefan Glutsch für die Vorentscheidung sorgen können, doch der Mittelfeldspieler war nach einer guten Hereingabe nicht handlungsschnell genug. Praktisch mit der ersten gefährlichen Aktion verkürzte der SV Weingarten auf 2:1: Nach einem Freistoß von Dumitru Sorin Muntean kam der Ball auf Umwegen zu Matthias Gentner, der das Leder aus kurzer Distanz ins Netz beförderte (58.). Mit dem Anschlusstreffer keimte beim SVW kurz Hoffnung auf, die Christian Glaser aber mit einem herrlichen Freistoßtor zum 3:1 zunichtemachte (79.). Nach einem Foul von Matthias Gentner am eingewechselten Andreas Bösch entschied der Unparteiische ein zweites Mal auf Strafstoß. Dieses Mal trat der Gefoulte selbst an und erzielte mit dem 4:1 zugleich den Endstand (82.).

Tore: Robin Ertle (2), Andreas Bösch (1), Christian Glaser (1)


Spielbericht vom 23. Spieltag am 25.03.2018

TSV Berg - SV Mietingen 2:0

SVM stemmt sich leider erfolglos gegen dominanten TSV Berg

Ravensburg / sz - Der TSV Berg bleibt in der Fußball-Landesliga am FV Olympia Laupheim und dem FV Rot-Weiß Weiler dran. Am Samstag gewann der Tabellendritte sein Heimspiel gegen den um den Klassenerhalt kämpfenden SV Mietingen mit 2:0. Berg war spielerisch klar überlegen, es brauchte jedoch einen Distanzschuss von Christian Hepp, um das Abwehrbollwerk der Mietinger zu knacken.

Mietingen stellte sich auf dem Kunstrasen in Berg dicht gestaffelt in der eigenen Hälfte auf. Das Ziel der Gäste war klar: So lange wie möglich hinten die Null zu halten. "Wir wollten einen Punkt, aber dazu musste alles passen", sagte Co-Trainer Christian Glaser. In der ersten Halbzeit sah es ganz gut aus für Mietingen. Der SV kämpfte, drosch zwischendurch die Bälle auch einfach mal in die angrenzenden Obstwiesen. Berg hatte deutlich mehr Ballbesitz, machte daraus aber nichts.
Vor allem kurz vor oder im Mietinger Strafraum unterliefen dem TSV zahlreiche Fehler – entweder kam der letzte Pass nicht an oder der Ball sprang den Bergern zu weit vom Fuß. "Wir müssen die Chancen einfach besser ausnutzen", sagte Bergs Trainer Oliver Ofentausek. Co-Trainer Patrick Singrün ergänzte: "In der ersten Halbzeit waren zu viele technische Fehler dabei." So blieb eine Flanke von Jan Biggel in der 25. Minute ohne Abnehmer, ein Schuss von Jonas Schuler ging aus aussichtsreicher Position doch deutlich am Tor vorbei.
Kurz vor der Pause setzte Silvio Battaglia einen Freistoß aus 25 Metern knapp über Mietingens Tor. Beim Pausenpfiff waren bei den Bergern dann doch einige genervte Gesichter zu sehen. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Spiel: Berg hatte den Ball und suchte die Lücke. Der TSV machte sich das Leben selbst ein bisschen schwerer, weil er kaum einmal aus der Distanz abzog. In der 55. Minute hatte sich Berg über David Brielmayer und Andreas Kalteis dann einmal in den Strafraum durchgespielt, doch Kalteis blieb an Torwart Manuel Amann hängen. Der Ball landete jedoch bei Christian Hepp – und der nahm sich ein Herz und setzte den Ball aus 25 Metern mit rechts in den Winkel zum 1:0.
Battaglia ließ kurz darauf die Großchance aufs 2:0 liegen, von Mietingen war nach vorne weiter nichts zu sehen. Berg hätte frühzeitig für klarere Verhältnisse sorgen müssen, doch bei Arne Kittels Flanke war niemand im Zentrum, Moritz Fäßlers Schuss war zu harmlos und Fäßlers Flanke rutschte durch den Fünfmeterraum, weil Battaglia nicht gedankenschnell genug war. So hatten die Gäste in der 88. Minute plötzlich die Chance auf den Ausgleich. Roland Mayer köpfte den Ball nach einem Eckstoß von Felix Stumm aber weit am Tor vorbei.
In der Nachspielzeit verschätzte sich Andreas Frick bei einem langen Ball, Glaser konnte den Ball jedoch nicht kontrollieren. Sekunden später machte Kalteis quasi mit dem Schlusspfiff das 2:0.
"Das Ergebnis geht aber auf jeden Fall in Ordnung", meinte Glaser. Für Berg war es ein Pflichtsieg im Kampf um die Aufstiegsplätze – Mietingen muss im Kampf um den Klassenerhalt gegen andere Gegner punkten. Etwa in den kommenden beiden Wochen gegen den SV Weingarten und die TSG Ehingen.


Spielbericht vom 22. Spieltag am 17.03.2018

SV Mietingen - SV Oberzell 0:3

Eine Lehrstunde in Sachen Effizienz

Mietingen / tr - Fußball-Landesligist SV Mietingen hat am Samstag eine bittere 0:3-Niederlage gegen den SV Oberzell einstecken müssen. Während der SVM vor dem gegnerischen Tor glücklos blieb, überzeugten die Gäste mit einer guten Chancenverwertung.
"Am Ende war es für uns ein bitterer Nachmittag", resümierte Mietingens Trainer Reiner Voltenauer. Denn so deutlich wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der Spielverlauf mitnichten. Doch letztlich machte die größere Effizienz der Gäste den Unterschied. Mietingen versäumte es, aus seinen Chancen Kapital zu schlagen.
Der SVM fand gut ins Spiel, eine erste Möglichkeit von Robin Ertle parierte SVO-Schlussmann Kai Mähr (6.). 15 Minuten später kombinierten sich die Mietinger auf der rechten Seite durch, über Maex Mast landete der Ball bei Ben Rodloff, dessen Schuss rauschte jedoch knapp am Pfosten vorbei. Die Gäste gingen mit dem ersten offensiven Lebenszeichen in Führung. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld legte Leiwu Anderson Gomes Dos Santos auf Ersin Sanli ab, der zum 0:1 traf (33.). Mietingen hatte vor dem Pausenpfiff noch eine Chance durch Marco Kühner, sein Kopfball nach einem Mast-Freistoß ging jedoch über das Tor.
Die Schlüsselszene des Spiels ereignete sich für SVM-Coach Voltenauer nach einer knappen Stunde. Während Oberzells Keeper Kai Mähr mit einer Glanzparade eine weitere Mietinger Chance vereitelte, bekamen die Gäste praktisch im Gegenzug einen Freistoß zugesprochen. In der SVM-Defensive passte die Zuordnung nicht, Ansumana Jobe machte das 0:2 (59.) – fast die Vorentscheidung. Im Anschluss hatten Rodloff und Christian Glaser weitere gute Möglichkeiten, ein Torerfolg wollte den Gastgebern an diesem Tag aber einfach nicht gelingen. Im Gegenteil: Nach einem Fehler im Aufbauspiel markierte Oberzell Treffer Nummer drei. Kurz vor Schluss wäre beinahe gar das 0:4 gefallen, Mietingen konnte aber auf der Linie klären. Das, so Reiner Voltenauer, hätte den Spielverlauf aber "völlig auf den Kopf gestellt".
So blieb es beim 0:3 aus Mietinger Sicht gegen eine effektivere und abgezocktere Mannschaft aus Oberzell. "Es ist schade, dass wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt haben", sagte Reiner Voltenauer. Dass offensiv mal das nötige Glück im Abschluss fehle, komme vor. Dann müsse aber umso konsequenter verteidigt werden, was jedoch insbesondere bei den Standardsituationen, die zu Gegentoren geführt hatten, nicht der Fall gewesen sei. "Da hat die Zuordnung nicht gepasst."
Der Blick auf die Ergebnisse der anderen Partien besserte die Stimmung im Mietinger Lager am Samstag auch nicht: Durch die Siege von Heimenkirch und Strassberg rutschte der SVM in der Tabelle auf Rang 13 ab.


Spielbericht vom 21. Spieltag am 11.03.2018

TSV Heimenkirch - SV Mietingen 0:0

SVM holt sich durch Einsatz, Ordnung, Spielwitz und Tormöglichkeiten mehr als verdienten Punkt in Heimenkirch

Der SV Mietingen hat sich in der Fußballlandesliga im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause 0:0 vom Mitaufsteiger TSV Heimenkirch getrennt. Trotz des Auswärtspunkts rutschte der SVM in der Tabelle auf Rang elf ab, holt aber mehr als verdient einen Punkt.

„Vor dem Spiel wären wir mit einem Punkt zufrieden gewesen. Nach dem Spiel muss ich aber sagen, es wäre mehr drin gewesen aufgrund der ersten Halbzeit“, sagte SVM-Trainer Reiner Voltenauer nach dem Spiel und fügte hinzu: „Den Punkt hat sich meine Mannschaft durch eine starke kämpferische Leistung absolut verdient.“

Nach der unbefriedigenden Vorbereitung zeigte der SVM mit hohem Einsatz und Spielfreude, dass es auch anders geht. So stand die SVM-Elf von Beginn an tief und gut organisiert in der Abwehr, ließ den Gegner das Spiel machen und setzte auf gefährliche Konter. Heimenkirch hatte in der temporeichen ersten Halbzeit leichte Feldvorteile. Gefährliche Torchancen resultierten daraus aber nicht. Die erste Großchance besaß der SVM. Nach einem Freistoß von Marco Kühner ging der Kopfball von Christian Glaser knapp am TSV-Gehäuse vorbei (3.). Zwischen der 20. und 30. Minute hatte Mietingen seine beste Phase im ganzen Spiel. Kühner zwang mit einem Schuss aus 30 Metern Heimenkirchs Keeper Thomas Vogel zu einer Glanzparade (25.). In der 32. Minute tauchte Maex Mast nach einem schönen Diagonalpass frei vor dem TSV-Kasten auf, schloss aber zu überhastet ab und die Chance war vorbei. Wenig später erreichte Andreas Bösch ein langer Ball, Bösch legte ab auf Glaser, der steckte das Leder zu Kühner durch und dieser scheiterte an TSV-Keeper Vogel (40.).

Nach dem Seitenwechsel baute Heimenkirch mehr Druck auf. Die Folge: Der SVM konnte nicht mehr so für offensive Entlastung sorgen wie noch in Hälfte eins. Ein Freistoß des TSV strich knapp am Mietinger Tor vorbei (47.). In der 70. Minute hatte Heimenkirch dann seine beste Chance des Spiels. Der TSV spielte sich schön bis nach vorn durch, doch Tobias Kirchmann fand in SVM-Keeper Manuel Amann seinen Meister. Im Anschluss hatte Mietingen eine Doppelchance, die Schüsse von Kühner und Mast wurden aber jeweils geblockt (76.). Die letzte Tormöglichkeit des Spiels vergab schließlich Heimenkirchs Kirchmann (78.). In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch, es gab einige Gelbe Karten. „Unfair war das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt“, so SVM-Trainer Voltenauer.


Spielbericht vom 17. Spieltag am 02.12.2017

SV Mietingen - FV Altheim 1:7

SVM kommt gegen den Mitaufsteiger in der zweiten Halbzeit erneut unter die Räder

Bad Saulgau / gw / sz - Mit einem Paukenschlag hat sich der FV Altheim in der Fußball-Landesliga zurückgemeldet.
Nach dem 5:1-Erfolg im Hinspiel dürfte den Mietingern in naher Zukunft leicht schwindelig werden, wenn sie den Namen des FV Altheim hören. Denn die Grün-Weißen erzielten in dieser Saison damit zwölf Saisontore gegen den Mitaufsteiger und Meister aus dem Bezirk Riß.
"Ich bin geschockt und fassungslos von der Leistung in der zweiten Halbzeit, weil die erste Halbzeit eine der bislang besten war", suchte Trainer Reiner Voltenauer nach dem Spiel nach Worten. Die Stimmung im Mietinger Lager sank durch die Verletzung von Dominik Glaser in der 81. Minute noch weiter in den Keller. "Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist", so Voltenauer nach dem Spiel, während der Mittelfeldspieler auf dem Weg ins Krankenhaus war.
Auf dem Weg zu einem erfolgreichen Jahresabschluss waren die Mietinger in der ersten Halbzeit. Der SVM übernahm gleich das Heft in die Hand und hatte durch Co-Trainer Christian Glaser in den Anfangsminuten gleich zwei Mal die Chance zur Führung. Symptomatisch für die Partie, dass Gast Altheim gleich mit seiner ersten Torchance in Führung ging – Timo Reck traf nach Vorarbeit von Martin Schrode. Mietingen blieb am Drücker. Während Robin Ertle in der 15. Minute noch knapp scheiterte, traf Ben Rodloff fünf Minuten später nach einem starken Pass von Christian Glaser zum verdienten Ausgleich. Steinle, Ertle und Rodloff vergaben in der Folge die mögliche Führung. Erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit meldete sich die Gäste-Offensive mit zwei guten Chancen zurück, eine davon entschärfte SVM-Torhüter Manuel Amann gekonnt.
"Wir haben das Spiel dominiert, hatten drei, vier hochkarätige Chancen, müssen meiner Meinung nach mit einer Führung in die Kabine gehen und nehmen uns viel vor", beschrieb Reiner Voltenauer die Ausgangsposition vor Durchgang zwei. "Es war überhaupt nicht absehbar, dass wir so unter die Räder geraten, doch die zwei schnellen Tore nach der Halbzeit haben uns den Stecker gezogen", so der SVM-Trainer weiter.
Sein Gegenüber Zoran Golubovic beschrieb die kuriose zweite Halbzeit: "Nach den beiden Treffern hab ich das Gefühl gehabt, wir überrollen Mietingen. Im Spiel nach vorne ist es heute optimal gelaufen. Fast alles, was wir angepackt haben, ist zu einer Chance geworden, wenn nicht sogar zu einem Tor."
Dabei habe sein Team, das zuletzt drei Niederlagen in Folge kassierte, in den vergangenen Wochen gerade im Spiel nach vorne Probleme gehabt. Davon konnte in Mietingen keine Rede sein. Reck (48.), Schrode per Hattrick (56./62./75.), Maier und Schlegel sorgten für das Altheimer Schützenfest.
Hoffnung auf ein Mietinger Comeback bestand nur kurz, als Ertle nach schöner Einzelaktion (59.) und Stefan Glutsch per Distanzschuss (62.) den 2:3-Anschlusstreffer verpassten. Ansonsten gelang Mietingen nur noch sehr wenig. "Es gab kein Aufbäumen, keinen Willen und der Gegner hat seine offensive Schlagkraft voll auf den Platz gebracht", haderte Voltenauer: "Schade, dass wir mit so einem Negativerlebnis in die Winterpause gehen müssen."
Zoran Golubovic, Trainer des FV Altheim: Die erste Halbzeit ist wechselhaft verlaufen. Wir hatten nach dem 1:0 eine gute Phase und waren bis zum 1:1 ordentlich im Spiel. Dann ist das Spiel wieder mehr Richtung Mietingen gekippt von den Spielanteilen und den Chancen. Dann hatten wir kurz vor der Halbzeit noch zwei Chancen. Ein gerechtes Ergebnis zur Halbzeit. Für die Jungs freut mich, dass wir nach den letzten Spielen noch mit einem Erfolgserlebnis und ohne Nachholspiel in die Winterpause gehen. Besser als heute kann es nicht laufen.

SVM: Amann – Stumm, Burry, Glutsch (67. Tietze), Füller (89. Arnold), Rolser, D. Glaser (84. Kühner), C. Glaser, Ertle, Steinle (46. Mayer), Rodloff. - FVA: Reuter (86. Wurtshorn) - Maier, Spitzfaden, Guth, Kienle - Butscher (83. Schwörer), Reck (78. Wies), Schrode, Bücheler - Geiselhart (83. Schlegel) - Münst.
Tore: 0:1 Timo Reck (11.), 1:1 Ben Rodloff (20.), 1:2 Timo Reck (48.), 1:3 Martin Schrode (56.), 1:4 Martin Schrode (63.), 1:5 Martin Schrode (75.), 1:6 Philipp Maier (79.), 1:7 Patrick Schlegel (89.). - SR: Tolga Karaüc (Langenargen). - Z: 185

Tore: Ben Rodloff (1)


Spielbericht vom 15. Spieltag am 18.11.2017

VfB Friedrichshafen - SV Mietingen 1:0

SVM unterliegt nach starker Leistung in der letzten Minute in Friedrichshafen

Biberach / sz / Peter Schlefsky - Bittere Auswärtsniederlage für den SV Mietingen in der Fußball-Landesliga: Der SVM verlor am Samstagnachmittag trotz starker Leistung mit 0:1 gegen den VfB Friedrichshafen. Mann des Tages auf Kunstrasen vor rund 150 Zuschauern war Sascha Hohmann, der mit seinem Treffer in der 89. Minute den VfB auf den dritten Tabellenrang schoss.
"Das war taktisch fast perfekt, was Mietingen in der ersten Halbzeit bot", zollte VfB-Coach Christian Wucherer dem Gästeteam nach dem nächsten Zu-Null-Erfolg großen Respekt. In der Tat ließ der SVM vor der Halbzeitpause kaum etwas zu, machte die Räume ab der Mittellinie eng und sorgte mit effektivem "Mittelfeld-Pressing" (Wucherer) dafür, dass sich die Häfler so gut wie keine einzige echte Torchance in den ersten 45 Minuten erspielen konnten. Die größte Möglichkeit hatte hingegen Mietingen. Nach einem Foul von Hohmann vor dem Häfler Strafraum legte sich Robin Ertle den Ball zurecht, der sehr gut leitende Unparteiische pfiff zur Ausführung des Freistoßes an. Ertle täuschte an und schob quer zu Christian Glaser, der aus 20 Metern den Ball über VfB-Mauer messerscharf neben den Pfosten setzte (27.).
Ein anderes Bild bot sich nach dem Seitenwechsel, wo sich der VfB Stück für Stück ein Übergewicht erspielte und bis zur Schlussphase mehrere hochkarätige Torchancen ungenutzt ließ. Weder Eugen Strom, der die Latte des gegnerischen Gehäuses traf (71.), noch Denis Nikic oder Sascha Hohmann in Eins-zu-Eins-Situationen gegen den Mietinger Torhüter Jens Müller konnten vollenden. Als sich die allermeisten Besucher am Kunstrasenplatz im VfB-Stadion schon mit einem torlosen Remis abgefunden hatten, klingelte es dann doch noch im Kasten der Gäste: Einen von Nicolai Weißenbacher getretenen Freistoß erwischte Hohmann im Strafraum und stand plötzlich alleine vor Müller, der den ersten Schuss noch abwehren konnte. Doch sprang der Ball zurück zum VfB-Stürmer, der sich nochmals den Ball zurechtlegte und zum Siegtreffer einschob.
Die Gäste, die mit zahlreichen Fans anreisten und während der Partie lautstark ihre Mannen nach vorne pushten, hatten es plötzlich ganz eilig und versuchten, in der zweiminütigen Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer zu erzielen. Doch ließ Friedrichshafen nichts mehr zu und machte den neunten Saisonsieg damit perfekt. "In der ersten Halbzeit ist unser Konzept aufgegangen. Der Sieg für den VfB geht aufgrund der zweiten Halbzeit dennoch in Ordnung", sagte SVM-Coach Reiner Voltenauer den Spielverlauf zutreffend.

VfB Friedrichshafen – SV Mietingen 1:0 (0:0). SVM: Müller (Tor) – Tietze (80. Stumm), Glutsch, Burry, Mast – C. Glaser, Rolser, D. Glaser (90. Gashi), Rodloff – Bösch (73. Kühner), Ertle. Tor: Sascha Hohmann (89.). SR: Tobias Küchler. Z.: 150.


Spielbericht vom 14. Spieltag am 11.11.2017

SV Mietingen - SV Ochsenhausen 4:2

SVM holt mit drittem Sieg in Folge wichtige Punkte gegen den Abstieg

Mietingen / Gregor Westerbarkei - Der SV Mietingen hat den SV Ochsenhausen in einem unterhaltsamen Derby in der Landesliga IV verdient mit 4:2 (1:0) bezwungen. Die größere Durchschlagskraft im Angriff und eine kämpferisch starke Leistung gaben letztlich den Ausschlag zugunsten der Heimmannschaft. Ochsenhausen blieb erstmals seit sieben Partien ohne Punkt.
"Wir haben einen Riesenfight geboten", sagte der strahlende SVM-Trainer Reiner Voltenauer nach der Partie, während seine Mannschaft im Hintergrund noch einen Freudentanz aufführte und "Derby-Sieger" skandierte. Die spielerische Überlegenheit der Gäste machten die Mietinger mit aufopferungsvollem Kampf wett und nutzten Fehler in der Ochsenhauser Hintermannschaft gnadenlos aus.
Doch bevor die Mietinger auf die Siegerstraße einbogen, hatten sie einige gefährliche Situationen zu überstehen. Bereits in der ersten Minute hatte David Hartmann für die Gäste getroffen, Schiedsrichter Markus Sutera aber auf Abseits entschieden. "Das war sicherlich spielentscheidend. Viele meinen, dass es kein Abseits war", haderte SVO-Spielertrainer Oliver Wild mit dem Unparteiischen.
Doch Ochsenhausen drängte Mietingen weiter in die eigene Hälfte, trug vor allem über die rechte Seite starke Angriffe vor. Die beste Chance ließ Konrad Licht in der 14. Minute nach sehenswerter Vorarbeit von Michael Wild aus. Nach einer Viertelstunde musste dann SVO-Keeper Alexander Aumann erstmals eingreifen und vier Minuten später den Ball aus dem Netz holen: Christian Glaser hatte einen langen Ball aus der eigenen Hälfte auf Dominik Glaser geschlagen. D. Glaser ließ Aumann keine Chance und schob den Ball am herauseilenden Keeper vorbei ins Tor. Im Gegensatz zur Szene in der ersten Minute hatte Oliver Wild hier einen Pfiff erwartet: "Für mich war das ein Abseitstor und sehr unglücklich, weil wir sehr gut im Spiel waren."
Ochsenhausen blieb am Drücker und hatte durch M. Wild in der 32. Minute eine weitere sehr gute Chance, SVM-Torwart Manuel Amann lenkte den Ball noch an den Pfosten. Doch auf der Gegenseite blieb Mietingen stets gefährlich und brachte Schwächen in der Gäste-Abwehr zutage. So zwang SVM-Kapitän Andreas Bösch Aumann in der 34. Minute zu einer Traumparade.
Nach der Pause legte Mietingen los wie die Feuerwehr, Ochsenhausen wurde geradezu überrumpelt. In der 48. Minute erhöhte der aufgerückte Innenverteidiger Stefan Glutsch nach Vorarbeit von Ben Rodloff. Nur drei Minuten später legte der 19-jährige Robin Ertle mit seinem siebten Saisontreffer das 3:0 nach, nachdem er zuvor einen Fehlpass von Serban Rosu erlaufen hatte. Nach einem Querschläger von Rosu wäre D. Glaser in der 57. Minute fast der nächste Treffer gelungen. Das holte dann Rodloff in der 58. Minute nach, als C. Glaser seine zweite Torvorlage beisteuerte.
Die Vorentscheidung war gefallen, auch wenn Ochsenhausen sich weiter gegen die erste Niederlage seit dem 16. September (0:1 in Berg) stemmte. Mit dem nun eingewechselten Spielertrainer Oliver Wild berappelten sich die Gäste wieder und sorgten in der Schlussphase sogar noch für etwas Spannung. Mehr als die Treffer durch Andreas Flontas' Traumtor aus 20 Metern (76.) und David Mayer (83.) sprang für den SVO jedoch nicht mehr heraus.
Mit dem dritten Sieg in Folge hat sich der SVM mit 20 Punkten aus 14 Partien eine hervorragende Ausgangsposition im Abstiegskampf erarbeitet. Ochsenhausen weist einen Punkt und eine Partie mehr auf als die Mietinger.

SV Mietingen - SV Ochsenhausen 4:2 (1:0). SVM: Amann - Mast, Glutsch (82. Glutsch), Tietze, Burry - Rolser, Ertle (69. Steinle), C. Glaser (79. Kühner), D. Glaser - Bösch, Rodloff (72. Gashi). SVO: Aumann - Mayer, Rosu (64. Buck), Denzel - Flontas, Ludwig, Mohr (59. O. Wild), Bendel (64. Ruf), M. Wild - Licht, Hartmann. Tore: 1:0 D. Glaser (19.), 2:0 Glutsch (48.), 3:0 Ertle (51.), 4:0 Rodloff (58.), 4:1 Flontas (76.), 4:2 Mayer (82.). SR: Sutera (TV Lindach). Z: 375.

Tore: Ben Rodloff (1), Dominik Glaser (1), Robin Ertle (1), Stefan Glutsch (1)


Spielbericht vom 13. Spieltag am 30.10.2017

TSG Balingen II - SV Mietingen 0:1

Robin übernimmt erneut Verantwortung und sichert drei Auswärtspunkte

SZ / feg - Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga mit 1:0 (0:0) bei der TSG Balingen II gewonnen. Das goldene Tor für Mietingen erzielte Robin Ertle per Foulelfmeter.
"Das war ein ganz wichtiger Sieg. Die Mannschaft hat alles gegeben, Kompliment an meine Jungs", freute sich SVM-Trainer Reiner Voltenauer nach dem Schlusspfiff. "Jetzt haben wir am kommenden Wochenende spielfrei. Da können wir durchschnaufen und dann freuen wir uns auf das Derby zu Hause gegen Ochsenhausen."
Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die SVM-Spieler zeigten sich taktisch gut eingestellt und arbeiteten gut gegen den Ball. Dennoch hatte Balingen II in Hälfte eins leichte optische Vorteile. Die Zuschauer sahen zwar insgesamt nur wenige Torchancen, ein langweiliges Spiel war es aber nicht.
Die beste Chance für Mietingen im ersten Durchgang besaß Robin Ertle, dessen Schuss aus sechs Metern parierte TSG-Keeper Michael Grom aber gut (20.). In der 30. Minute hatte der SVM Glück, als Balingens Silas Tantur aus neun Metern nur die Latte traf.
Nach der Pause wurde das Spiel intensiver, beide Teams investierten mehr in die Zweikämpfe. Folglich gab es auch mehr Gelbe Karten. Schiedsrichter Lukas Wahl hatte die Partie jederzeit im Griff. Balingen II hatte zeitweise mehr Ballbesitz, gefährliche Chancen ergaben sich daraus jedoch nicht. Zumeist spielte sich das Geschehen auf dem Platz zwischen beiden Strafräumen ab. Die bis dahin größte Chance für den SVM hatte Roland Mayer. Dessen Freistoß aus dem Halbfeld segelte an Freund und Feind vorbei und TSG-Keeper Grom konnte ihn gerade noch aus dem Winkel fischen (75.).
Dann brach die 80. Minute an: Roland Mayer zog in den Strafraum, wurde dort zu Boden gecheckt – Elfmeter. Robin Ertle, mit 19 Jahren der jüngste Spieler im SVM-Kader, trat an und versenkte das Leder sicher in der linken unteren Ecke. Im Anschluss wurde es nochmals hitziger, Balingen II drängte nun auf den Ausgleich. Doch letztlich hielt SVM-Keeper Manuel Amann den Sieg fest, als er in der Nachspielzeit einen Balinger 16-Meter-Schuss entschärfte (90. +4).

SVM: Amann - Burry, Füller, D. Glaser (83. Bösch), Kühner (61. Tietze), Rolser, C. Glaser (72. Mayer), Steinle (90. +1 Gashi), Arnold, Rodloff, Ertle. SR: Wahl (Bad Wurzach). Tor: 0:1 Robin Ertle (80./FE). Z.: 73.

Tore: Robin Ertle (1)


Spielbericht vom 12. Spieltag am 22.10.2017

SV Mietingen - SV Kehlen 3:2

SV Mietingen feiert Sieg für die Moral

SZ / gw - Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga drei weitere Punkte gegen den Abstieg eingefahren und gleichzeitig eine starke Reaktion auf die schwache Vorstellung in der zweiten Halbzeit bei der 0:4-Pleite in Weiler gezeigt.
"Das war eine starke Willens- und Energieleistung", fasste SVM-Trainer Reiner Voltenauer den kampfstarken Auftritt seiner Mannschaft zusammen, die zudem eine gute Trainingswoche auf dem Platz bestätigt habe. Bevor der Sieg in trockenen Tüchern war, mussten Voltenauer und sein Team jedoch 90 hochemotionale und ereignisreiche Minuten absolvieren.
Die rund 350 Zuschauer kamen von Beginn an auf ihre Kosten. Auf den frühen Rückstand, Kehlens David Bernhard hatte einen von Marcel Rolser verursachten Foulelfmeter (7.) verwandelt, hatte der starke Christian Glaser nur eine Minute später die passende Antwort. Aktivposten Ben Rodloff hatte die Flanke zum Ausgleich geliefert. In der 18. Minute vergab dann Roland Mayer vom Elfmeterpunkt die große Chance auf das 2:1.
Bis zur Pause blieb es beim 1:1, doch gleich mit dem Wiederanpfiff drängte Mietingen auf den zweiten Treffer. Robin Ertle (49.), Dominik Glaser (52.) und Stefan Glutsch (52.) boten sich gegen nicht konsequent genug agierende Gäste gute Möglichkeiten. Fast hätte sich der Chancenwucher gerächt, als ein Schuss von Kehlens Johannes Beier erst in letzter Sekunde zur Ecke geklärt werden konnte. Nachdem Rodloff nach einer Stunde an Kehlens Keeper gescheitert war, zielte Beier in der 67. Minute etwas genauer als bei seiner Großchance zuvor – 1:2 (67.). Doch wieder zeigte Mietingen eine tolle Reaktion (72.): Rodloff versenkte platziert von halbrechts nach toller Vorarbeit von Ertle.
Die Schlussphase hatte es dann in sich. Ein erstes Mal sorgte Schiedsrichter Denis Bisaki in der 80. Minute für Aufregung, als er erst auf Strafstoß für Kehlen entschied und sich dann von seinem Assistenten umstimmen ließ. Daneben lag der Unparteiische auch zwei Minuten später, als er SVM-Trainer Voltenauer hinter die Bande bat. Voltenauer hatte sich über eine Freistoßentscheidung geärgert, allerdings weder besonders lautstark noch in irgendeiner Weise beleidigend. Am Mietinger Happy End hatte dann der Schiedsrichterassistent auf der anderen Seite seinen Anteil. Ein Freistoß von Felix Stumm nach Foul an Christian Glaser war in der Mauer hängengeblieben. Bisaki wollte weiterspielen lassen, doch der Assistent signalisierte ein Handspiel – Elfmeter. Diesen verwandelte Ertle sicher zum umjubelten 3:2 (87.).

SVM: Amann – Stumm, Glutsch, Burry (75. Gashi), Füller (69. Kühne), D. Glaser (69. Tietze), Rolser, C. Glaser, Rodloff, Ertle, Mayer (81. Steinle). Tore: 0:1 (7./FE) Bernhard, 1:1 (8.) C. Glaser, 1:2 (67.) Beier, 2:2 (72.) Rodloff, 3:2 (87./HE) Ertle. Bes. Vork. Mayer (Mietingen) verschießt Foulelfmeter (18.); Schiedsrichter nimmt nach Eingreifen des Assistenten Elfmeterentscheidung für Kehlen zurück (80.). SR: Bisaki (TSV Schönaich). Z: 350.

Tore: Ben Rodloff (1), Christian Glaser (1), Robin Ertle (1)


Spielbericht vom 11. Spieltag am 15.10.2017

FV Rot-Weiß Weiler - SV Mietingen 4:0

SVM reicht eine gute erste Halbzeit nicht

SZ / mam - Der SV Mietingen hat seinen Ausflug ins Allgäu nicht mit Punkten versüßt. In der Fußball-Landesliga unterlag der Aufsteiger beim neuen Tabellenzweiten FV Rot-Weiß Weiler mit 0:4 (0:1). Die Partie war wegen eines Staus auf der Autobahn erst mit einer einstündigen Verspätung angepfiffen worden.
"Das war natürlich nicht die optimalste Vorbereitung auf ein solches Spiel, aber ändern konnten wir leider auch nichts", sagte Mietingens Trainer Reiner Voltenauer. Dennoch schien sich sein Team mit dem verspäteten Anpfiff zunächst besser zurechtzufinden als der Gastgeber. Die Mannschaft spielte munter mit, obgleich Voltenauer sich für zwei Viererketten im Defensivverbund entschieden hatte. Schon nach fünf Minuten hatte Roland Mayer die Führung auf dem Fuß. Von Ben Rodloff auf die Reise geschickt, vergab er frei stehend vor Weilers Keeper Andreas Hane und der Ball landete im Toraus.
"Wir haben diesem Spitzenteam über 40 Minuten ein offenes Spiel geboten. Erst in Durchgang zwei hat sich auch wegen schwindender Kräfte der Gegner durchgesetzt", resümierte Voltenauer. Zudem fiel das 1:0 zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Praktisch mit dem Pausenpfiff gelang Raimond Hehle aus dem Gewühl heraus der Führungstreffer für Weiler.
In der zweiten Halbzeit musste der Neuling dem hohen Verteidigungsaufwand in Durchgang eins Tribut zollen und Weiler erhöhte gleichzeitig das Tempo. So fielen die Treffer dann fast zwangsläufig. Antonio Paturzo (66.), Torjäger Matthias Stadelmann (74.) mit seinem 13. Saisontreffer und Sandro Brugger (80.) stellten das Endergebnis her.
Mietingen hatte dem kaum noch etwas entgegenzusetzen. "Am Ende ist der Sieg für Weiler auch in dieser Höhe verdient", sagte Reiner Voltenauer, "auch wenn wir zunächst sehr gut mitgehalten und den Gegner vom eigenen Tor weggehalten haben."

Müller – Stumm (77. Glutsch), Kühner, Tietze (78. Arnold), Burry (71. Steinle) – Rolser, Ertle, C. Glaser (46. Gaashi), D. Glaser, Rodloff – Mayer
SR: Nipp (Sigmaringendorf)
Tore: 1:0 Hehle (45.+2), 2:0 Paturzo (66.), 3:0 Stadelmann (74.), 4:0 Brugger (80.). Z.: 280.


Spielbericht vom 10. Spieltag am 07.10.2017

SV Mietingen - TSG Strassberg 0:0

SVM verbessert mit Unentschieden seine Ausgangssituation für die nächsten Spiele nicht wesentlich

Mietingen / mam - Der SV Mietingen hat sich im Aufsteigerduell der Fußball-Landesliga gegen den TSV Straßberg mit einem Punkt begnügen müssen. Vor 200 Zuschauern auf dem Mietinger Sportgelände hatten beide Mannschaften gute Chancen, Tore fielen aber nicht.
85 Minuten waren gespielt, als Mietingens Ben Rodloff allein auf Gästekeeper Christopher Kleiner zulief, den Ball aber nicht im Tor unterbrachte. Wieder einmal hatte der Straßberger Torwart sein Team vor einem Rückstand bewahrt. Vor allem in der ersten Halbzeit war dies Kleiner mehrfach gelungen, als er einen Kopfball von Christian Glaser nach einer Viertelstunde und eine weitere Großchance von Rodloff zunichte machte.
"Wenn wir nur die letzte Szene sehen, müsste ich mich über die verlorenen Punkte ärgern, aber insgesamt betrachtet, hat sich der Gegner auch Möglichkeiten erarbeitet", sagte Mietingens Trainer Reiner Voltenauer. Die lagen dann speziell in Durchgang zwei, als auch Mietingen Torsteher Jens Müller seine Klasse bewies und sein Team vor einem Rückstand bewahrte, Zudem half auch noch das Aluminium, als ein Straßberger Kopfball von der Latte ins Feld zurücksprang.
Straßberg versteckte sich nicht, überstand die Drangperiode der Gastgeber zwischen Minute 15 und 30 unbeschadet und setzte selbst immer wieder Nadelstiche. "Genau so hatte ich das Spiel erwartet", erklärte Voltenauer. "Dass Straßberg bei uns anders auftreten wird, als gegen Berg oder Balingen war klar." In diesen Spielen hatte Straßberg sehr tief gestanden und so auch 1:0 gegen den TSV Berg gewonnen.
"Unter dem Strich bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden, auch angesichts dessen, dass wieder ein paar Stammspieler gefehlt haben", resümierte Voltenauer. Auch wenn der Mietinger Coach in einem Heimspiel gegen einen anderen Neuling gerne drei Punkte verbucht hätte. Am kommenden Samstag muss der SVM beim FV Rot-Weiler antreten. Beim Spitzenteam aus dem Allgäu kann sich der Aufsteiger wieder beweisen und für eine Überraschung sorgen.

SV Mietingen – TSV Straßberg 0:0. SVM: Müller – Burry, Glutsch, Füller, Tietze – Rolser, C. Glaser, D. Glaser (83. Kühner), Rodloff – Mayer, Bösch (88. Gashi). SR: Gräser-Herbstreuth (Stuttgart). Z: 200.


Spielbericht vom 09. Spieltag am 01.10.2017

FC Ostrach - SV Mietingen 3:1

SVM rutscht mit Niederlage in Ostrach auf Platz 12

Mietingen / sz - Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga mit 1:3 (1:2) beim FC Ostrach verloren. Während der SVM damit auf Tabellenplatz zwölf abrutschte, bleibt Ostrach weiter das beste Heimteam der Liga.

Mit dem 3:1-Sieg im Buchbühlstadion verbuchte Ostrach die Punkte elf bis 13 in der laufenden Saison, bei 13:4 Toren. Eine Bilanz, die die Zebras – angesichts der katastrophalen Auswärtsbilanz (0:11/0) derzeit im vorderen Tabellenmittelfeld hält. Entsprechend groß war die Erleichterung bei Lukas Maier, einer Hälfte des FCO-Trainerduos, das am Samstag sogar ins Spiel eingriff, wenn auch in seinem Fall eher kurz ("Nein, ich war nicht am Ball"): "Nur der Sieg zählt", sagte Maier erleichtert nach dem Schlusspfiff.
Ostrach zeigte eigentlich nur ab dem Treffer zur 2:1-Führung kurz vor der Pause sein freundliches Heimgesicht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der SV Mietingen zumindest mehr vom Spiel, auch wenn den Gästen vor dem Tor über weite Strecken nicht wirklich Konkretes einfiel. Nach einem Leerlaufbeginn und mehr Ballbesitz der Gäste war es Eugen Michel, erneut auf dem rechten Flügel eingesetzt, der in die Mitte stieß, mit dem Kopf an einen langen Ball kam, Mietingens aus seinem Tor eilenden Torhüter Müller überlobbte. Müller bekam zwar die Fingerspitzen noch an den Ball, aber der Ball fiel hinter ihm herunter, Michel schaltete am schnellsten, lief an Müller vorbei und schob den Ball ins leere Tor (20.). Mietingen blieb die Antwort nur fünf Minuten schuldig. Dann schickte Christian Glaser seinen Angreifer Robin Ertle in die Gasse, Ertle wurde von den Ostracher Verteidigern, die erneut in einer neu formierten Kette spielen mussten (Luib, Knödler, Hornstein, Riegger) nicht behelligt und lupfte den Ball über den herauseilenden, machtlosen Thomas Löffler ins Tor (25.). Doch kurz vor der Pause fiel aus dem Nichts das zweite Tor der Ostracher. Geburtstagskind Markus Gipson – er feierte am Samstag seinen 30. – setzte sich auf rechts durch, zog ab, Müller parierte, den Nachschuss verwandelte Rechtsverteidiger Christian Luib zur etwas überraschenden Ostracher Führung – 2:1 (44.).

Im zweiten Abschnitt verdiente sich Ostrach die Führung, auch weil Mietingen der Nackenschlag vor der Pause sichtbar hemmte. Der Spielfluss war dahin, das schnelle Umschaltspiel der ersten Hälfte in Abschnitt zwei mehr oder weniger Geschichte. Ostrachs Kapitän Christoph Rohmer nahm kurz nach der Pause aus 20 Metern zum ersten Mal Maß (49.), knapp vorbei. Dann kombinierten sich Gabriel Fischer und Agim Rahmani vors Tor, doch Eugen Michel säbelte über das Rahmani-Zuspiel (58.).
Wohl auch deshalb sprach Michel, im Wesentlichen aber Mr. Zuverlässig im Ostracher Spiel in dieser Saison, dank des 1:0 auch am Samstag, von einem "eher schlechten Spiel" seinerseits. Die Vorentscheidung besorgte dann der "Capitano". Chris Rohmer kam in 25 Meter Torentfernung auf der linken Seite in Ballbesitz, trat die Flanke mit links scharf vors Tor, als sich der Ball über Müller ins Netz senkte – 3:1 (60.). "Ich wollte schon scharf flanken, dass der Ball dann hinten rein fällt..." Eine Schrecksekunde hatte der FCO noch zu überstehen, als die Ostracher im Aufbau den Ball verloren, aber der eingewechselte Kober den Schuss des eingewechselten Ben Rodloff gerade noch blockte (78.). Dann bekam Luca Knödler seinen verdienten Abschiedsapplaus, als Arnold seinen Part übernahm (81.). Knödler verlässt den FCO aus beruflichen Gründen. Er geht nach Berlin.

"Ostrach macht in der ersten Halbzeit aus zwei Chancen zwei Tore. Bitter war das Tor vor der Halbzeit. In der Defensive sind wir eigentlich gut gestanden", sagte Mietingens Trainer Reiner Voltenauer nach dem Spiel. "Christian Glaser und Robin Ertle haben das vor dem Ausgleich toll gemacht." Der Nackenschlag sei dann das 3:1 gewesen, ein Sonntagschuss. "Leider hat der Ostracher Verteidiger den Schuss von Ben Rodloff gerade noch geblockt", sagte Voltenauer weiter. "Wenn wir da das 3:2 gemacht hätten, hätte es nochmal eng werden können."

SVM: Müller - Füller, Glutsch, Burry, Stumm - Mast (54. Mayer), Rolser, D. Glaser (54. Rodloff), Steinle (46. Bösch) - Ertle, C. Glaser. SR: Grünwald (Bellenberg). Tore: 1:0 Eugen Michel (20.), 1:1 Robin Ertle (25.), 2:1 Christian Luib (44.), 3:1 Christoph Rohmer (60.). Z.: 250.

Tore: Robin Ertle (1)


Spielbericht vom 08. Spieltag am 23.09.2017

SV Mietingen - TSG Ehingen 3:0

Christian Glaser legt mit Doppelpack Basis für ersten Landesligaheimdreier nach 30 Jahren

Mietingen / sz Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga einen wichtigen 3:0 (0:0)-Heimsieg im Aufsteigerduell gegen die TSG Ehingen gelandet. Christian Glaser (2) und Robin Ertle erzielten die Tore für den Gastgeber, der nun zehn Punkte auf dem Konto hat. Für Schlusslicht Ehingen war es die sechste Saisonniederlage. Die TSG sieht damit weiter schweren Zeiten entgegen.
„Die Enttäuschung ist sehr groß. Wie sich die Mannschaft nach dem 1:0 präsentiert hat, war zu wenig. Wir haben verdient mit 0:3 verloren“, sagte TSG-Trainer Roland Schlecker nach dem Schlusspfiff. Mietingens Christian Glaser freute sich derweil über seine zwei Tore. „Am Wichtigsten waren aber die drei Punkte“, so der 27-Jährige. Das sah auch SVM-Trainer Reiner Voltenauer so. „In der ersten Halbzeit haben noch ein paar Prozente gefehlt. Nach der Pause war es gut“, sagte er.
Mietingen machte vom Anpfiff weg Druck. Einen Freistoß von Roland Mayer aus 25 Metern lenkte TSG-Keeper Philipp Steudle gerade noch an den Pfosten und parierte auch den Nachschuss von Andreas Bösch glänzend (4.). Die Mietinger attackierten die Ehinger im Spielaufbau weiter früh. Der SVM war optisch klar überlegen, der TSG gelang es nur selten sich zu befreien. Und wenn, dann stellten die offensiven Vorstößen die gut stehende SVM-Defensive vor keinerlei Probleme. Die nächste Großchance hatte wieder der Gastgeber. Ein langer Ball von Ben Rodloff erreichte Bösch, der zog aus zehn Metern ab und fand in TSG-Schlussmann Steudle seinen Meister (22.). Es folgte die gefährlichste Szene der Ehinger in Halbzeit eins: Einen Eckball von Marian Degen klärte Rodloff vor der Linie und beförderte ihn mit einem langen Schlag aus der Gefahrenzone (35.). Anschließend erlahmte der Druck der Mietinger, die aber das Geschehen auf dem Platz bis zur Pause sicher kontrollierten.
Kurz nach dem Seitenwechsel führte eine schöne Kombination des SVM zum 1:0. Nach einem Doppelpass mit Bösch drückte Christian Glaser das Leder aus kurzer Distanz über die Linie (46.). „Das war der Knotenlöser“, sagte Mietingens Trainer Voltenauer später. Nach dem Rückstand versuchten die Ehinger zum Ausgleich zu kommen, Torchancen der TSG waren aber Mangelware. Anders der SVM, der nicht nachließ. Bösch legte auf für Robin Ertle, der den Ball aber freistehend einen Meter über das TSG-Gehäuse beförderte (52.). Sechs Minuten später machte es erneut Christian Glaser besser und versenkte einen Eckball von Mayer per Kopf zum 2:0. Damit gaben sich die Mietinger nicht zufrieden. Christian Glaser lupfte die Kugel in den TSG-Strafraum, den folgenden Schuss von Ertle wehrte TSG-Torhüter Steudle noch gut ab, war aber gegen den Nachschuss des SVM-Stürmers machtlos – 3:0, die Entscheidung war gefallen (62.).
Ehingen verzeichnete nun die ersten beiden Torchancen im zweiten Abschnitt. Bei einem Freistoß von Degen aus 28 Metern tauchte SVM-Keeper Jens Müller rechtzeitig ins bedrohte Eck und entschärfte die Situation (66.). Im Anschluss flankte Narciso Filho nach innen, Valentin Gombold setzte die Kugel aus einen halben Meter neben das SVM-Gehäuse (68.). Dann schwächte Jannik Lehner sein Team: Einwurf für Mietingen, der TSG-Abwehrakteur sprang vor dem einwerfenden Felix Stumm stehend hoch, berührte den Ball mit der Hand und sah dafür Gelb-Rot (72.). Eine dumme Aktion, für die nur der Ehinger selbst den Grund kennen dürfte. Zwei Torraumszenen bekamen die Zuschauer danach noch zu sehen, es bliebt aber 3:0 für den SVM.
„Jetzt sind wir neun Punkte entfernt von Ehingen. Das 3:0 gibt uns Selbstvertrauen für das schwere Spiel in Ostrach“, warf SVM-Trainer Reiner Voltenauer den Blick voraus.

SVM: Müller - Stumm, Füller, Glutsch (78. Tietze), Burry - Rolser, Mayer (63. D. Glaser), Rodloff (78. Gashi), C. Glaser (81. Steinle) - Ertle, Bösch. SR: Pittner (Jebenhausen). Tore: 1:0, 2:0 Christian Glaser (46., 58.) 3:0 Robin Ertle (62.). Z.: 240. Bes. Vork.: Gelb-Rot für Jannik Lehner (72./TSG, Handspiel)

Tore: Christian Glaser (2), Robin Ertle (1)


Spielbericht vom 07. Spieltag am 18.09.2017

SV Weingarten - SV Mietingen 1:3

SVM holt wichtige Auswärtspunkte

Weingarten / sz Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga beim SV Weingarten einen verdienten 3:1 (2:0)-Erfolg gefeiert. Mietingen agierte aus einer sicheren Defensive und schlug in den entscheidenden Momenten zu.

„In der ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen“, lobte SVM-Trainer Reiner Voltenauer. „Vor allem, weil wir gegen den Ball gut verschoben haben.“ Auf der anderen Seite haderte Weingartens Torjäger Martin Bleile: „Das war einfach zu wenig von der kompletten Mannschaft. Wir haben nie das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Die Devise beim SVW war klar: Im 3-4-3 schickte Trainer Rainer Schmid seine Mannschaft aufs Feld, wollte also über die Flügel volle Offensiv-Power. Demgegenüber stand Mietingen in einer defensiven 5-4-1-Formation und überzeugte mit läuferisch starker und taktisch disziplinierter Leistung.

Von Beginn an hatten die Gastgeber Probleme in der Präzision bei den Zuspielen, brachten keine vernünftigen Spielzüge zustande. Auf der anderen Seite schafften die Mietinger es oft nicht schnell genug aus ihrem Defensivbollwerk nach vorne, Torchancen waren Mangelware. Weingarten probierte es häufig über die Flügel, fand in der Mitte allerdings keinen Abnehmer. Schmid forderte von seinem Team Positionsrochaden im Minutentakt, dabei blieben teilweise die entscheidenden Zonen unbesetzt. Im Umschaltspiel war Weingarten zu langsam und unpräzise, brachte trotz der offensiven Ausrichtung kaum Torgefahr auf.

Kurz vor der Pause gelang den Mietingern der Doppelschlag. Erst fiel Robin Ertle in der 39. Minute ein Eckball vor die Füße, der SVM-Stürmer verwandelte mühelos zur Führung. Zwei Minuten später ließ Ertle nach einem Befreiungsschlag von Tobias Füller im Laufduell Lukas Margreiter locker hinter sich und schob zum 2:0 ein.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte zeigte Weingarten mehr Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne. „Der Trainer hat die richtigen Worte gefunden“, so Bleile. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hatte der SVW die Riesenchance zum Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß aus 16 Metern donnerte Erkan Kale den Ball an den Pfosten, beim Nachschuss von Raphael Schmid rettete Mietingen auf der Linie. „Wenn hier der Anschluss fällt, wird’s noch mal kritisch“, gab Voltenauer zu, Bleile war derselben Meinung: „Das Tor hätte uns einen Push gegeben.“ Den Treffer erzielte 20 Minuten vor Schluss Mietingen, Andreas Bösch vollendete einen Konter. Weingarten warf alles nach vorne, war teilweise mit acht Mann vor Mietingens Tor. Mehr als der Ehrentreffer sprang nicht heraus. Bleile vergoldete einen langen Ball von Torhüter Marcel Maier zum 1:3.

SV Weingarten – SV Mietingen 1:3 (0:2). SVM: Müller, Rodloff (56. Bösch), Füller, Glutsch, Stumm, Tietze (62. Burry), Steinle (76. Gashi), C. Glaser, Rolser, Mayer (82. D. Glaser), Ertle. Tore: 0:1, 0:2 Robin Ertle (39., 41.), 0:3 Andreas Bösch (70.), 1:3 Martin Bleile (81.). SR: Daniel Traub (SG Griesingen). Z: 97.

Tore: Robin Ertle (2), Andreas Bösch (1)


Spielbericht vom 06. Spieltag am 09.09.2017

SV Mietingen - TSV Berg 0:3

TSV setzt sich in der Fußball-Landesliga gegen einen tief stehenden SVM mit 3:0 durch

Mietingen / sz Der Fußball-Landesligist SV Mietingen hat in Abwesenheit von einem guten halben Dutzend Stammspielern sein Heimspiel gegen den TSV Berg mit 0:3 (0:2) verloren. Der Topfavorit auf den Titel war spieltechnisch wie erwartet die bessere Mannschaft und siegte verdient.


Die Spielidee beider Teams war schnell erkennbar. Die Gastgeber, bei denen wieder Manuel Amann zwischen den Pfosten stand, agierten mit einem verstärkten Mittelfeld, aus dem bei eigenen Angriffen die einzige nominelle Spitze Ben Rodloff Unterstützung finden sollte. Genau diese Situation hätte sich Rodloff gewünscht, als er sich auf dem rechten Flügel durchtanken konnte, aber keinen Abnehmer fand (8.). Berg setzte auf frühes Pressing und hohes Tempo, vom eigenen Strafraum konnte der SVM die ballsicheren Gäste aber zunächst fernhalten. Bis zur 19. Minute: Da unterlief die SVM-Abwehr einen langen Ball, Andreas Kalteis konnte auf Rückpass von Arne Kittel aus sechs Metern zum 0:1 einnetzen. Kurz später zimmerte Bergs ehemaliger Drittliga-Spieler Sabrin Sburlea einen 30-Meter-Freistoß an den linken Pfosten des Mietinger Kastens. Die Heimelf hatte bei einer Reihe von Eckbällen keine Abschlusschance, ein Schuss von Stefan Glutsch fast von der Eckfahne war sichere Beute für Bergs Keeper Constantinescu. Das wohl schon vorentscheidende 0:2 entsprang weniger Bergs Spielkunst, sondern einer Mietinger Unachtsamkeit nach einer Ecke, die Sabrin Sburlea (43.) mit einem abgefälschten Schuss zum 0:2 bestrafte.

Direkt nach dem Seitenwechsel deuteten die Ravensburger Vorortler aber mehrfach an, warum sie in der Landesliga so hoch gehandelt werden. Jonas Schuler (47.) vergab freistehend vor dem SVM-Tor, nach einem Bilderbuchangriff über nur drei Stationen fand David Brielmayer nicht das Ziel. Kittel setzte einen Kopfball kurz vor seiner Auswechslung knapp neben den SVM-Kasten. Die Gäste nahmen danach das Tempo aus dem Spiel, Höhepunkte gab es erst wieder gegen Ende der Partie – zum Leidwesen des SVM. Benjamin Rodi handelte sich noch wegen Zuschauerbeleidigung die Rote Karte ein, einen letzten starken Berger Angriff über die rechte Seite schloss David Brielmayer gekonnt zum 0:3 ab (86.).

Mietingens Trainer Reiner Voltenauer war trotz der Niederlage nicht enttäuscht. „Dass wir gegen einen Titelfavorit nicht mit Mann und Maus stürmen, war wohl klar. Wir wollten die Räume eng machen, das haben wir ordentlich gemacht“, sagte er. „Die zwei Gegentore vor der Pause waren ärgerlich, weil sie nicht unbedingt herausgespielt waren. Beim Platzverweis hat sich Benjamin Rodi unnötig provozieren lassen, im Spiel nach vorn mussten wir insgesamt zu weite Wege gehen.“ Einen kleinen Seitenhieb wollte sich Voltenauer nicht verkneifen: „Laupheim war stärker.“ Gäste-Coach Oliver Ofentausek resümierte nach Spielende: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Die rustikal geführten Zweikämpfe der Mietinger waren manchmal schon sehr grenzwertig. Wir gehen mit zwei Verletzten aus diesem Spiel.“

SV Mietingen – TSV Berg 0:3 (0:2). SVM: Amann - Stumm, Arnold (78. Gashi), Mast, Füller (61. C. Glaser) - Rolser (72. Steinle), Tietze (60. Ertle), Glutsch, Rodi - Mayer, Rodloff. SR: Josifidis (Onstmettingen). Tore: 0:1 Kalteis (19.), 0:2 Sburlea (43.), 0:3 Brielmayer (86.). Z.: 200. Bes. Vork.: Rote Karte für Benjamin Rodi (85./SVM).


Spielbericht vom 05. Spieltag am 06.09.2017

SV Overzell - SV Mietingen 5:2

SVM kann in spielentscheidender Phase Spiel nicht mehr zu seinen Gunsten drehen

Mietingen / sz - Der SV Mietingen hat das Auswärtsspiel in der Fußball-Landesliga am Mittwochabend beim SV Oberzell mit 2:5 (0:1) verloren. Bis 20 Minuten vor Schluss sah es nach einem ungefährdeten Heimsieg gegen den Aufsteiger aus, ehe zwei schnelle Treffer der Gäste doch noch einmal für Spannung sorgten. Doch der SVM konnte die Schwächephase des Gegners nicht zur Wende nutzen und Anderson Gomes dos Santos tütete mit einem Doppelpack die drei Punkte für Oberzell ein.

"Ich ärgere mich granatenmäßig über die beiden Gegentore", sagte Oberzells Trainer Achim Pfuderer trotz des deutlichen Erfolgs. "Aber mit dem Sieg bin ich natürlich hochzufrieden." In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer in Oberzell ein kampfbetontes Spiel mit vielen intensiven Zweikämpfen. "Es war zerfahren", meinte Pfuderer. Mietingen deutete aber immer wieder sein Offensivpotenzial an. Doch den Treffer in der ersten Halbzeit machten die Oberzeller. Nach rund einer halben Stunde "haben wir den Ball ins Tor gearbeitet", wie Pfuderer den Treffer von Dominik Boos analysierte.

In der zweiten Halbzeit stellte der SVO auf eine Doppelsechs im Mittelfeld um und wartete verstärkt auf Konter. Und die kamen. In der 55. Minute erzielte der auffällige Marco Geßler das 2:0. Nach einer Stunde sah dann alles nach einem klaren Sieg für Oberzell aus. Marco Geßler machte viel Tempo, schaltete nach einem Ballgewinn schnell um, aber Hakan Fil scheiterte an Mietingens Torhüter Manuel Amann. In der 62. Minute zog Geßler vom rechten Strafraumeck ab, Mietingens Stefan Glutsch fälschte den Ball ab, der sich unhaltbar für den Torwart ins Netz senkte. Das 3:0 schien die Entscheidung zugunsten der Oberzeller zu sein. Aber innerhalb von zwei Minuten machte der Aufsteiger die Partie wieder spannend. Zunächst ließ Fil seinem Gegenspieler Tobias Füller nach einem Eckball zu viel Platz – 1:3 (73.). In der 75. Minute stellten sich Manuel Schlude und Daniel Wellhäuser im Zweikampf auf der rechten Seite ungeschickt an, Mietingens Roland Mayer stand in der Mitte frei und knallte den Ball unter die Latte zum 2:3. "Da waren wir eigentlich richtig gut im Spiel", meinte Mietingens Spielleiter Carlos Pinto. "Ruhig bleiben", rief hingegen SVO-Trainer Achim Pfuderer von der Seitenlinie rein. Richtige Beruhigung brachte dann das 4:2 von Anderson Gomes dos Santos in der 79. Minute, der im Strafraum zu viel Platz hatte. "Das fiel zu schnell", sagte Pinto. Mietingen musste jetzt alles auf eine Karte setzen und lief in der 83. Minute in einen Konter. Geßler schickte Gomes dos Santos, der im Strafraum Felix Stumm stehen ließ und schließlich auf 5:2 erhöhte.
Fazit:Vor allem das von den Gegnern gefürchtete schnelle Umschalten und das präzise Flachpassspiel wird zurzeit vermisst. Auch führten individuelle Fehler in den letzten Spielen wiederholt zu Niederlagen, obwohl im Spielablauf meist durchaus auf Augenhöhe gespielt wurde. Dass es bisher keine Mannschaft mit überragenden Qualitäten gab, muss unserem Team Zuversicht für die künftigen Spiele geben.

Tore: Roland Mayer (1), Tobias Füller (1)


Spielbericht vom 04. Spieltag am 04.09.2017

SV Mietingen - TSV Heimenkirch 1:1

SVM liefert in der Schlussphase offenen Schlagabtausch beim gerechten Unentschieden

Mietingen / sz - Der SV Mietingen hat sich in der Fußball-Landesliga am Sonntag 1:1-unentschieden von Mitaufsteiger TSV Heimenkirch getrennt. Andreas Bösch brachte die Mietinger früh in Führung, Heimenkirchs Markus Hutterer traf eine Viertelstunde vor Schluss zum Ausgleich. In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch Chancen auf den Siegtreffer.

Nach dem Schlusspfiff taten sich die beiden Trainer schwer, die Begegnung einzuordnen. Zwar ging das Unentschieden letztlich in Ordnung, aber sowohl für Mietingen als auch für Heimenkirch wäre mehr drin gewesen. Gästetrainer Simon Schnepf gab zu Protokoll, er sei "total unglücklich" über den Spielausgang, vor allem aufgrund der "absoluten Feldüberlegenheit" in großen Teilen der ersten Halbzeit. Gerade mit Blick auf die ersten 45 Minuten sagte dann auch Mietingens Trainer Reiner Voltenauer: "Wir müssen mit dem Punkt heute zufrieden sein."

Dabei hatte die Partie für die Hausherren optimal begonnen. TSV-Verteidiger Michael Schiegg brachte Mietingens Christian Glaser zu Fall, Schiedsrichter Maik Kaack entschied auf Foul und Strafstoß. Kapitän Andreas Bösch übernahm die Verantwortung und traf zum 1:0. (9.). Zehn Minuten später forderten auf der anderen Seite die Gäste vergeblich Elfmeter, nachdem Marco Wipper im Strafraum zu Fall gekommen war. Der TSV dominierte die Partie, versuchte es offensiv vor allem aus der Distanz, was meist zu harmlos war. Vom SVM war nach dem Führungstreffer hingegen nicht mehr viel zu sehen. Insbesondere von der 30. bis zur 45. Minute kam Mietingen praktisch nicht mehr aus der eigenen Hälfte. "Es ist unverständlich, dass wir mit der Führung im Rücken so den Faden verloren haben", sagte Voltenauer. "Wir haben uns aber in die Halbzeit gerettet." Heimenkirch machte in dieser Druckphase vor der Halbzeit aus seinen wenigen Chancen und gefühlt 80 Prozent Ballbesitz nichts, die beste Möglichkeit hatte noch Markus Hutterer, der aus 18 Metern den Pfosten traf. "Uns fehlt aktuell auch ein wenig das Glück im Abschluss", sagte TSV-Coach Simon Schnepf. "Wir brauchen zu viele Möglichkeiten."So ging es mit einer schmeichelhaften Führung für Mietingen in die Kabinen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs näherte sich der SVM durch zwei Standards wieder dem Gästetor an, gefährlich wurde es jedoch nicht. Anders auf der anderen Seite: Markus Hutterer tauchte nach einem Steilpass allein vor Mietingens Torhüter Jens Müller auf, doch Müller, das ganze Spiel über ein sicherer Rückhalt, blieb aus kurzer Distanz Sieger (59.). Kurz darauf zeichnete sich sein Gegenüber Christian Paintner aus, als er eine Kopfballverlängerung von Stefan Glutsch nach Freistoß von Felix Stumm parierte (66.). Die Schlussviertelstunde sollte es dann in sich haben: Zunächst sah Heimenkirchs Marius Kirchmann die Gelb-Rote Karte nach einem taktischen Foul (75.). Drei Minuten später konnte SVM-Keeper Müller einen abgefälschten Schuss gerade noch über die Latte lenken – die Unterzahl der Gäste machte sich nicht in vielen Situationen bemerkbar. In der 88. Minute hatte Ben Rodloff den Mietinger Siegtreffer nach Vorlage von Christian Glaser auf dem Fuß. Nachdem sich die TSV-Innenverteidigung bei der Flanke verschätzt hatte, stand Rodloff frei vor dem Tor, zielte jedoch vorbei. Eine Minute später hätte der entscheidende Treffer aber auch für die Gäste fallen können, einmal mehr sorgte Markus Hutterer für Gefahr, sein Schuss aus 17 Metern ging aber ebenfalls knapp daneben. Nachdem Mathias Tietze die letzte Chance des Spiels (89.) vergeben hatte war Schluss. Reiner Voltenauer bezeichnete die letzten Minuten passenderweise als "offenen Schlagabtausch", den die Mietinger mit etwas mehr Glück auch hätten gewinnen können. Die Gäste hatten sich ihren Punkt aber verdient – was Coach Schnepf aber zu wenig war. "In meinen Augen waren wir die bessere Mannschaft."

SVM: Müller – Tietze, Stumm, Glutsch, Mast – Ertle, C. Glaser, Gashi, Rodloff – Mayer (87. Rodi), Bösch (77. Füller). Tore: 1:0 Bösch (9. FE), 1:1 M. Hutterer (74.). Bes. Vork.: Gelb-Rot für Marius Kirchmann (TSV, 75.). SR: Maik Kaack (SV Jungingen). Z.: 200

Tore: Andreas Bösch (1)


Spielbericht vom 03. Spieltag am 27.08.2017

TSV Eschach - SV Mietingen 0:2

SVM siegt nach 30 Jahren wieder in der Landesliga

SZ - tk - Der SV Mietingen hat in der Fußball-Landesliga den ersten Saisonsieg erzielt. Durch den 2:0 (1:0)-Erfolg beim TSV Eschach kletterte der SVM in der Tabelle auf Platz 14. Für Eschach war es derweil ein gebrauchter Tag. Der TSV verlor neben den Punkten auch binnen fünf Minuten zwei Spieler wegen Roten Karten.
Zunächst taten sich beide Teams schwer, sich bis zum gegnerischen Strafraum vorzuspielen. Mietingen versuchte es eher mit kurzen, schnellen Pässen, Eschach mit der Variante lange Bälle. Mietingen hatte etwas mehr Ballbesitz, eine Halbchance von Andreas Bösch nach Flanke von Christian Glaser war aber zunächst das Gefährlichste – bis Ben Rodloff Anlauf nahm und den Ball aus 20 Metern ins TSV-Tor knallte (24.). Bösch hatte knapp zehn Minuten später eine weitere Kopfballchance, TSV-Torhüter Dennis Hagenmaier parierte. Erst nach rund einer halben Stunde wurden die Angriffe der Eschacher besser. Michael Fäßler hatte eine Großchance auf Zuspiel von Florian Locher, doch Felix Stumm klärte für Mietingen auf der Linie. Einen Freistoß von Tobias Weiß von der rechten Strafraumkante fischte SVM-Torwart Jens Müller gut aus dem Eck. Die TSV-Spieler, die sich oftmals beim Schiedsrichter beschwerten anstatt schneller in der Rückwärtsbewegung zu sein, ließen kurz vor der Pause eine weitere gute Chance aus. Lucas Böning brachte den Ball von links scharf rein, Fäßler hielt den Fuß hin, doch der Ball ging am SVM-Tor vorbei.
Nach dem Seitenwechsel kam Eschach deutlich spielfreudiger zurück auf den Rasen. Der TSV drängte Mietingen tief in die eigene Hälfte zurück. Trainer Nectad Fetic nahm den Gelb-Rot-gefährdeten Michael Eitel runter (49.). Damit war der TSV-Innenverteidiger überhaupt nicht einverstanden. Wutentbrannt stapfte Eitel in Richtung Kabine. Eschach verteidigte nun mit einer Dreierkette. Die Gäste bekamen dadurch häufiger die Chance zu kontern, spielten diese Szenen aber nicht konsequent genug aus. Auf der Gegenseite verpasste Weiß das 1:1 (67.), sein Rechtsschuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. Eschach hatte sich noch lange nicht aufgegeben, als sich der gerade erste eingewechselte Thomas Reutlinger zu einer Dummheit hinreißen ließ. Nach einem vermeintlichen Foul von Christian Glaser revanchierte sich Reutlinger mit einem kräftigen Schubser – Schiedsrichter Alexander Wintermantel zückte Rot (72.). Dieser Platzverweis war berechtigt, fünf Minuten später dagegen war Wintermantels Entscheidung zu hart. Der Schiedsrichter bewertete eine Aktion von Weiß im SVM-Strafraum gegen Stumm als Nachtreten und schickte Weiß ebenfalls mit Rot. Zu neunt konnte der TSV die Partie nicht mehr drehen. Glaser sorgte mit dem 2:0 für die Entscheidung (82.).
"Die Erleichterung ist natürlich groß nach den Auftaktniederlagen. Wir haben ein tolles Tor geschossen", sagte SVM-Trainer Reiner Voltenauer nach der Partie. "In der zweiten Halbzeit hat uns Eschach mächtig hinten reingedrückt, wir haben den Kampf aber angenommen. Die Roten Karten waren letztlich die Entscheidung." Nectad Fetic sagte: "Aus unseren Möglichkeiten kreieren wir zu wenige Chancen. Die Räume waren da, aber wir haben sie nicht genutzt. So verlieren wir gegen einen Gegner, der eigentlich gar nicht viel wollte."

SVM: Müller - Mast, Stumm (84. Arnold), Glutsch, Tietze (74. D. Bösch) - Rodloff, Rolser, C. Glaser (85. Steinle), Ertle - A. Bösch (79. Gashi), Mayer. SR: Wintermantel (Tuttlingen). Tore: 0:1 Rodloff (24.), 0:2 C. Glaser (82.). Z.: 150. Bes. Vork.: Rote Karte für Thomas Reutlinger (72./TSV) und für Tobias Weiß (77./TSV, beide Tätlichkeit).

Tore: Ben Rodloff (1), Christian Glaser (1)


Spielbericht vom 02. Spieltag am 19.08.2017

SV Mietingen - FV Olympia Laupheim 0:3

Gegen Olympia Laupheim I hängen die Trauben für den SVM zu hoch

Schon in der ersten Minute kommt Laupheim zu einer Schussmöglich aus dem Gewühl im Mietinger Strafraum heraus. Hier kann Jens Müller aber zur Ecke klären. In der Folge kommt der SVM auch zu Offensivaktionen und Eckbällen.
In der 14. Min. aber gehen die Gäste nahezu aus dem Nichts in Führung. Mathias Wesolowski wird 30 Meter vor dem Tor energisch angegriffen, nimmt Maß und der Ball schlägt im rechten unteren Eck ein.
Einen weiteren gefährlichen Fernschuss der Laupheimer kann Jens Müller in der 21. Minute gerade noch über dir Latte lenken. Laupheim bleibt am Drücker und hat nur 2 Minuten später eine weitere Chance, die aber leichtfertig vergeben wird.
Schon in der 30. Min. muss SVM-Abwehrchef Dominik Burry verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Auch in der Folge dominiert Laupheim das Geschehen, Mietingen kommt kaum zu Offensivaktionen. Simon Hammerschmied wird in der 42. Minute schön frei gespielt, kann Jens Müller an der Strafraumgrenze umkurven und zum 2:0 einschieben. Einen weiteren gefährlichen Laupheimer Schuss lenkt Jens Müller kurz vor der Pause wieder über die Querlatte. So geht es mit der verdienten Gästeführung in die Halbzeitpause.

Das gleiche Bild zeigt sich auch nach der Pause. Laupheim dominiert und lässt dem SVM wenig Chancen zur Entfaltung. Mietingen hat lange keine Torchance.
In der 69. Minute kommt Ivan Vargas Müller nach einem Mietinger Abwehrfehler allein vor dem SVM-Tor zum Schuss, doch wieder kann Jens Müller parieren. Ab der 70. Spielminute traut sich der SVM mehr, hat mehr Spielanteile und es ergeben sich erste Strafraumszenen. Die bisher beste SVM-Möglichkeit hat der eingewechselte Roland Mayer in der 72. Minute durch einen strammen Schuss aus 16m, der aber zu unplatziert ist.
Ernsthaft kommt aber das Tor der Olympia nicht mehr in Gefahr. Den Schlusspunkt der Partie setzten auch die Laupheimer. Jonas Dress kann in der 90. Minute den 3:0-Endstand aus spitzem Winkel erzielen.


Spielbericht vom 01. Spieltag am 13.08.2017

FV Altheim - SV Mietingen 5:1

Nach Pokalerfolgen folgt verpatzter Landesligaauftakt

Aus SZ Autor: gw - Einen bitteren Saisonauftakt hat der SV Mietingen bei Mitaufsteiger FV Altheim erleben müssen. Am Ende stand nicht nur eine 1:5 (1:1)-Niederlage, sondern auch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Felix Stumm und Marco Kühner. Dabei sieht es personell ohnehin nicht rosig aus beim SVM.
"Wir wussten, dass die ersten Wochen richtig schwer werden. Aber wir haben nicht damit gerechnet, dass wir schon so früh in der Saison mit so vielen Verletzten dastehen", sagte SVM-Trainer Reiner Voltenauer nach dem Spiel und stellte fest: "Wir stoßen an unsere Grenzen." Ausgerechnet in das mit Spannung erwartete Derby gegen Olympia Laupheim können die Mietinger nun nur mit dem letzten Aufgebot gehen. Zu den Ausfällen Stumm (muskuläre Probleme) und Kühner (Wirbel ausgerenkt) kommen noch weitere Urlauber hinzu. Dass der verpatzte Landesliga-Auftakt seinem Team, das zuletzt im Pokal gegen Wangen groß aufgespielt hatte, mental zusetzen könnte, befürchtet Voltenauer jedoch nicht: "Wir rücken eher noch enger zusammen."
Und auch in Altheim bei Riedlingen präsentierten sich die Mietinger lange Zeit von ihrer besseren Seite. Nach nervösem Beginn beider Mannschaften vor der stolzen Kulisse von 400 Zuschauern waren es die Gäste, die sich als Erste berappelten und gleich mit ihrem ersten Angriff in Führung gingen. Ben Rodloff vollendete einen schönen Spielzug über die rechte Seite zum 0:1 (11.). Und Mietingen blieb am Drücker. Voltenauer hatte sich im Anschluss die Chancen von Andreas Bösch, Tobias Steinle und Roland Mayer notiert, der zweite Treffer wollte jedoch nicht fallen. Altheims Trainer Zoltan Golubovic reagierte und nahm bereits nach 27 Minuten einen ersten Wechsel vor, um die starke rechte Seite des SV Mietingen mit Rodloff besser in den Griff zu bekommen. Der Wechsel zahlte sich aus, Altheim kam besser ins Spiel und glich aus. Angreifer Florian Geiselhart traf nach einem Freistoß mit einem sehenswerten Volleyschuss (37.).
Nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff kassierten die Mietinger den Rückstand, Geiselhart profitierte dieses Mal von einem Abwehrfehler der Gäste. "Der Knackpunkt", wie SVM-Trainer Voltenauer nach dem Spiel feststellte. Dennoch dauerte es bis zur 71. Minute, ehe das entscheidende 3:1 durch Martin Schrode fiel. "Ein Schuss, den unser Torwart an einem guten Tag vermutlich hält", so Voltenauer. Die Kräfte der Mietinger ließen nun merklich nach. "Wir mussten wohl auch den 120 Pokalminuten gegen Wangen Tribut zollen", so der SVM-Trainer. Die Altheimer spielten sich nun in einen Rausch. Größter Profiteur war Schrode, der mit zwei weiteren Treffern (75., 90.+2) einen Hattrick verbuchen konnte.
"Die Niederlage ist letztlich ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen", bilanzierte Voltenauer, den vor allem ärgerte, dass vier der fünf Gegentreffer ein Abwehrfehler vorausging. "Nun müssen wir uns erst mal sortieren und schauen, wer noch laufen kann", so Voltenauer, der zudem feststellte: "Wir können nun mal nicht jede Woche über uns hinauswachsen." Ginge es nach den Mietinger Anhängern, wäre dafür das Heimspiel gegen Laupheim jedoch eine gute Gelegenheit.

Tore: Ben Rodloff (1)




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